Anzeige erstattet

Attacken gegen Corona-Testzentrum im MK: „Es ist beängstigend“

Susanne Mewes, Präsidentin des DRK-Stadtverbandes Lüdenscheid, Vorstandsmitglied Georg Heyden und Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (v.l.) betrachten die Schmierereien auf dem Gehweg vor dem DRK-Testzentrum.
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Susanne Mewes, Präsidentin des DRK-Stadtverbandes Lüdenscheid, Vorstandsmitglied Georg Heyden und Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (v.l.) betrachten die Schmierereien auf dem Gehweg.

„Jeder darf seine Meinung frei äußern, aber das Beschädigen und Beschmieren von öffentlichem Eigentum geht gar nicht!“ Bürgermeister Sebastian Wagemeyer ist verärgert über den Vandalismus, dem sich das DRK-Heim Brügge, das bis Montag als Corona-Testzentrum fungierte, in den vergangenen Monaten ausgesetzt sah.

Lüdenscheid - „Das DRK hält mit dem Corona-Testzentrum ein sehr gutes Angebot für die Lüdenscheider Bürger bereit, und es kann nicht sein, dass dieses Engagement durch dumpfen Vandalismus torpediert wird“, sagt Wagemeyer.

Gemeinsam mit der Präsidentin des DRK-Stadtverbandes Lüdenscheid, Susanne Mewes, sowie dem Vorstand des DRK-Stadtverbandes Lüdenscheid, Georg Heydn, nahm Wagemeyer am Dienstag jene Schmierereien in Augenschein, die noch immer den Gehweg vor dem Vereinsheim sowie den Aufgang zum Eingangsbereich verunstalten.

„Bereits im März ging es mit Kreideschmierereien los, die zum Glück noch gut entfernt werden konnten“, erinnert sich Susanne Mewes, „doch bereits im April wurde unser großes Blutspende-Banner vor dem Vereinsheim irreparabel zerstört.“ Danach erfolgte dann das Beschmieren des Gehweges und des Aufganges zum Eingang des DRK-Heims, wobei die Farbe in das Gestein eindrang und aus diesem Grund nicht so leicht entfernt werden kann.

Zusammenhang mit Testzentrum

Inhaltlich stehen die Beschädigungen in direktem Zusammenhang mit der bisherigen Nutzung des Gebäudes als Corona-Testzentrum. „Es ist beängstigend, welche Dimensionen diese Aktionen von einer Minderheit an Corona-Leugnern, die aber besonders laut schreien, inzwischen angenommen haben“, erklärt Sebastian Wagemeyer. „Schließlich arbeiten die meisten im Testzentrum ehrenamtlich und befürchten inzwischen, vielleicht auch einmal körperlich von Querdenkern und Corona-Leugnern attackiert zu werden.“ Er selbst bekomme tagtäglich E-Mails mit wüsten Beschimpfungen und kruden Verschwörungstheorien oder werde in den sozialen Medien beleidigt und attackiert.

Das DRK erstattete Anzeige gegen Unbekannt. „Wir bitten alle Bürger, die etwas von den Sachbeschädigungen mitbekommen haben, die Polizei darüber zu informieren“, sagte der Bürgermeister.

Seit Montag befindet sich das Testzentrum des DRK nicht mehr in Brügge, sondern ist aus Platzgründen an die Nottebohmstraße 5 umgezogen.

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