Haltestellen-Präsenz bleibt bestehen

Attacke im Schulbus: Lehrer werfen sich schützend vor Busfahrer

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In einem Bus der MVG sorgte ein 16-jähriger Schüler für mächtig Ärger. Sogar die Lehrerinnen mussten dazwischen gehen. 

Der 16-Jährige, der einen Busfahrer derart attackierte, dass er für einige Tage aus dem Dienst genommen werden musste, ist nun bekannt. Vor Ort stellten sich auch Lehrerinnen gegen ihn, um den Busfahrer zu beschützen. Was der Schulleiter dazu sagt, lesen Sie hier:

Lüdenscheid - Er ist bekannt, der etwa 16 Jahre alte Schüler, der am Donnerstagmorgen an der Parkstraße durch aggressives Benehmen polizeiliche Ermittlungen ausgelöst hat

Der Busfahrer, den der Jugendliche bedroht und beschimpft hat, musste nach dem Vorfall bekanntlich wegen der psychischen Belastung einige Tage außer Dienst gestellt werden. Thomas Lammers, Leiter der Hauptschule Stadtpark, bekam mit seiner Stellvertreterin und einer weiteren Kollegin den Vorfall aus nächster Nähe mit – weil die Lehrer seit Schulstart im Zuge der Corona-Routine Ein- und Ausstieg der Schüler begleiten. 

Attacke im Schulbus: „Wir haben den Busfahrer beschützt"

Daher legt er auch Wert auf die Feststellung, dass sich „einige Lehrer der Schule“ nicht nur an der Haltestelle aufgehalten hätten, wie die LN die Polizeipressestelle zitiert hatte. „Wir haben den Busfahrer beschützt. Wir waren hinterher fix und fertig“, schildert Lammers die Situation aus seiner Sicht. Die Schule habe nun weitere Maßnahmen ergriffen und unter anderem ein Elterngespräch geführt. 

Die Kolleginnen hätten sich vor den Fahrer gestellt, er selbst habe den aggressiven Schüler gezielt aus dem Fahrzeug geführt: „Es geht ja darum, dass im Bus nichts passiert.“ Dabei habe man auf Erfahrungen aus dem Deeskalationstraining zurückgreifen können. Trotzdem habe der Vorfall auch ihn und seine Kolleginnen mitgenommen: „Das sind schon aufregende Erlebnisse.“ 

Die Haltestellen-Präsenz hat die Schule eingerichtet, um die Kinder an die Regeln zu erinnern, um gegebenenfalls mit Masken auszuhelfen, aufgeregte Kinder zu beruhigen und den weiteren Weg Richtung Schulgebäude zu weisen. „Wir sind regelmäßig jeden Morgen an der Bushaltestelle“, betont Lammers. Auch das gehöre nun zu den Aufgaben, um die man sich im neuen Schulalltag kümmern müsse.

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