Athletik unterliegt tänzerischer Reife

Die Paarsieger: Juliane Gloßner und Klaus Lustig (Solingen).

LÜDENSCHEID ▪ Hier der Bohlen-Verschnitt mit blonder Perücke auf der blank gelegten Karosse inklusive „Verona“, dort ein Ghostbuster mit Partnerin im Geister abwehrenden Giftgrün. Der Phantasie bezüglich der Kostüme waren keinerlei Grenzen gesetzt bei den Deutschen Meisterschaften in der Kür der Paare und der Formationen. Für die rund 300 Zuschauer und Aktiven im Theaterfoyer des Kulturhauses gab es im Verlauf der viereinhalb Stunden währenden Veranstaltung ob der Lautstärke der Anlage je einen Satz heiße Ohren und obendrein ansprechenden Tanzsport auf teilweise hohem Niveau.

Als Sieger standen am Ende schweißtreibender Bemühungen die neuen deutschen Kürmeister im Discofox, Juliane Gloßner und Klaus Lustig aus Solingen fest. Noch während des Wettbewerbs hatten sie sich auf dieses Ergebnis – aufgrund einer uneinholbaren offenen Wertung – einstellen können.

Lustig warf sich der Länge nach hin, beklopfte eifrig das Parkett und schrie ein zweifach befreiendes „Ja-Ja“ ins Publikum. Ein paar Buhrufe zeigten an, dass man mit den Voten der Wertungsrichter nicht unbedingt einer Meinung war. Dennoch: Das Paar Lustig-Gloßner bot keinesfalls die spektakulärste Kür, dafür aber bei weitem die tänzerisch reifste Darbietung.

Bei den Formationen setzten sich die Flashlights aus Nettetal souverän gegen Fox Attack aus Bochum durch.

Moderator und Ausrichter Geza Lang zeigte sich ob des Niveaus der Meisterschaften zufrieden. Er hob das athletische Können und den tänzerischen Elan wie auch den choreographischen Einfallsreichtum hervor.

Mit einem letzten Einmarsch aller Teilnehmer wurde nach Mitternacht die Siegerehrung eingeläutet. Strahlende Sieger und frohe Gesicher allenthalben. Nur eines blieb schmerzverzerrt. Eine Limburgerin hatte sich gewaltig den Fuß verstaucht. ▪ usc

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