Nur für Menschen unter 65 Jahren

Astrazeneca ist da: Impfung für Jüngere im Impfzentrum MK - zum Beispiel aus dem Rettungsdienst

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird vom Experten Theo Dingermann kritisiert.
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Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird vom Experten Theo Dingermann kritisiert.

Seit der vergangenen Woche wird im Märkischen Kreis auch der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca verimpft. Gemäß der Impfreihenfolge erhalten ihn die Mitarbeiter der Rettungsdienste, der ambulanten Pflegedienste sowie von Krankenhäusern. Das Vakzin soll in Deutschland laut Empfehlung der ständigen Impfkommission nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden.

Lüdenscheid – Wie der Märkische Kreis auf Anfrage mitteilte, wurde im Lüdenscheider Impfzentrum inzwischen eine eigene Impfstraße für die Verimpfung von Astrazeneca eingerichtet. Dort standen am Montag Mitarbeiter der Rettungsdienste aus dem gesamten Märkischen Kreis nach vorheriger Terminvergabe an. „Ja, die ersten Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr Lüdenscheid wurden geimpft“, sagt Jörg Weber, Sprecher der Lüdenscheider Feuerwehr. Negative Erfahrungen mit Nebenwirkungen habe man bislang nicht gemacht.

KonzernAstraZeneca
Gründung1999
SitzCambridge (GB), Södertälje (Schweden)
LeitungPascal Soriot, Marc Dunoyer, Leif Johansson

Astrazeneca ist da: Voller Schutz tritt nach zweiter Impfung ein

In Dortmund und Bochum meldeten sich nach der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin ein Viertel der geimpften Rettungsdienstmitarbeiter mit Fieber und Schüttelfrost ab. Ähnliche Berichte gab es aus dem Kreis Minden-Lübbecke. „Wir achten darauf, dass nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig geimpft werden, damit wir im Falle des Falles nicht en bloc ausfallen“, betont Weber.

Eine Abfrage innerhalb der Berufsfeuerwehr hatte ergeben, dass sich 93 Prozent der Mitarbeiter impfen lassen möchten. Impfberechtigt sind derzeit nur Mitarbeiter mit einem Rettungsdienstanteil. Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehren sind daher erst zu einem späteren Zeitpunkt an der Reihe.

Bislang vergeblich warteten die Märkischen Kliniken auf die für diese Woche angekündigte Lieferung des Astrazeneca-Impfstoffs. Sobald das Vakzin eintrifft, wird es anstelle des Biontech/Pfizer-Impfstoffs an das Klinikpersonal verimpft. Der volle Schutz tritt dabei ebenfalls nach der zweiten Impfung ein, die allerdings erst neun Wochen nach der Erstimpfung erfolgt.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels stand, dass der Astrazeneca-Impfstoff in der EU nur für Unter-65-Jährige zugelassen wurde. Das ist nicht korrekt. Er wurde ohne Einschränkung zugelassen, einzelne Länder haben aber Altersbeschränkungen eingeführt. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Verimpfung des Astrazeneca-Vakzins an Personen unter 65 Jahren.

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