Asbest im Rathaus-Tunnel: So geht’s mit der Sanierung weiter

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Lüdenscheid – Die Probesanierung zur Asbest-Entfernung im Rathaustunnel ist abgeschlossen. Seitdem tut sich dort zumindest baulich augenscheinlich nichts mehr – im Hintergrund arbeiten „aber viele Fachexperten mit Hochdruck weiter“, sagt Carsten Spreemann von Straßen.NRW.

Die Probesanierung zur Asbest-Entfernung im Rathaustunnel ist bereits seit Februar abgeschlossen. Mehr als einen Monat lang hatte eine Fachfirma verschiedene Methoden ausprobiert, den Asbest in einem ersten Teilstück des Tunnels zu entfernen. Auch wenn sich seitdem dort zumindest baulich augenscheinlich nichts mehr tut – im Hintergrund arbeiten „aber viele Fachexperten mit Hochdruck weiter“, sagt Carsten Spreemann von Straßen.NRW.

Denn erst müssen die Arbeiten zur Asbest-Entfernung noch ausgeschrieben werden, was nun bald passieren soll, wie Spreemann sagt. Viele Dinge seien allerdings noch unbekannt, die Erkenntnisse aus der Probesanierung „waren aber sehr wertvoll, wir werden mehrere Verfahren daraus für die Asbest-Entfernung im Tunnel übernehmen“.

Bevor die Ausschreibung gemacht werden kann, mussten die Baufirma und die Gutachter erst eine Maßnahmenempfehlung an Straßen.NRW ausstellen, welche Methode sich am besten eignet. Genehmigen musste die Maßnahme dann unter anderem noch die Bezirksregierung. Die Probesanierung war auch notwendig, um zu wissen, welche Fachfirmen geeignet sind, um eine solche Sanierung durchzuführen.

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Zur Erinnerung: Deutschlandweit ist es das erste Mal, dass Asbest in einem solchen Tunnel entfernt werden muss. Das Problem: Die Fasern dürfen nicht in die Umwelt gelangen, denn freigesetzt sind sie giftig. Um das zu verhindern, wird der belastete Raum üblicherweise luftdicht abgeschlossen und ein Unterdruck erzeugt. Der Tunnel ist mit einer Länge von 342 Metern, mehr als neun Metern Breite und fünf Metern Höhe aber extrem groß.

Zum zeitlichen Ablauf konnte Straßen.NRW bislang keine Auskunft geben. Ursprünglich sollten beide Tunnelröhren bis Ende 2021 fertiggestellt sein. Der Asbest-Fund im April 2019 hat diesen Zeitplan unmöglich gemacht, auch die ursprünglich veranschlagten Kosten in Höhe von 12,7 Millionen Euro werden überschritten.

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