Arzt-Patienten-Seminar: Kampf dem Herzinfarkt

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Blutzucker-Kontrolle: Auch das Team der Hirsch-Apotheke zeigte am Samstag Präsenz. Etliche Besucher ließen sich testen.

Lüdenscheid - Der Herzinfarkt gilt in der westlichen Welt nach wie vor als eine der gefürchtetsten Gesundheitsbedrohungen. Fast 300 000 Menschen erleiden jedes Jahr allein in Deutschland einen Infarkt. Mehr als 50 000 sterben daran. Forscher und Mediziner sind also weiterhin gefordert. Ein zentrales Thema neben Diagnose und Therapie dabei: die Prävention

Vor diesem Hintergrund stand im Lüdenscheider Kulturhaus jetzt das mittlerweile 12. Arzt-Patienten-Seminar zum Thema an. Der Titel dabei diesmal: „Herz in Gefahr. Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt.“ Und die Resonanz war erneut stark – gut 200 Besucher hatten sich an diesem Vormittag im Kulturhaus eingefunden.

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte wieder die Kardiologie am Klinikum Hellersen mit Klinikdirektor Professor Bernd Lemke an der Spitze. Unter seiner Leitung hat sich das Arzt-Patienten-Seminar in der Bergstadt etabliert. Als Unterstützer mit im Boot: die Deutsche Herzstiftung und die AOK

Lemke eröffnete die Veranstaltung diesmal indes mit stockenden Worten. Er stand noch stark unter dem Eindruck der Anschläge in Paris in der Nacht zuvor. Ebenso wie Bürgermeister Dieter Dzewas bei seiner Begrüßung.

Zum eigentlichen Thema. Die Koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung des Herzens, die durch Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen verursacht wird. Arteriosklerose – umgangssprachlich Arterienverkalkung genannt – ist hier das Stichwort. Die Krankheit verläuft oft schleichend über Jahrzehnte. Am Ende steht dann der Infarkt.

Mehrere Fachleute traten am Samstag ans Mikrofon. So etwa Dr. Harilaos Bogossian vom Klinikum Lüdenscheid. Er informierte über die Erkrankung selbst sowie über Vorbeugung und Diagnostik. Weitere Redner befassten sich in der Folge mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen, mit Medikamenten-Behandlung, mit chirurgischen Eingriffen sowie mit Rehabilitation.

Dr. Gerhard Hildenbrand, ebenfalls vom Klinikum Lüdenscheid, beleuchtete in seinem Vortrag außerdem psychosomatische Aspekte der Koronaren Herzkrankheit. Permanenter Stress gilt als erheblicher Risikofaktor für das Leiden.

Zentrale Botschaften der Veranstaltung: Gesunde Ernährung, Tabakverzicht, Bewegung und ein möglichst stressfreies Leben können den Infarkt vermeiden helfen – und sind im Zuge einer Reha ohnehin vonnöten. Wichtig auch: die regelmäßige Kontrolle der eigenen Blutwerte. Und natürlich das sofortige Alarmieren des Krankenwagens bei verdächtigen Schmerzen.

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