Architekten feiern Bürogeburtstag

Feierten mit vielen Gästen den 30. Bürogeburtstag: die Architekten Rüdiger Wilde, Simone Kutzner und Marc Teichert (v.r.).

Lüdenscheid - Sie sind seit 30 Jahren die Spezialisten für „Sauerländer Hüttenbau“, und das galt es zu feiern. Das Büro für Industrie- und Gewerbebau von Rüdiger Wilde, Simone Kutzner und Marc Teichert hatte zu dem Zweck Freunde, Kunden, fachliche Partner ins Foyer der Schützenhalle eingeladen – zum Rück- und Ausblick.

„Sauerländer Hüttenbau“ – für Rüdiger Wilde (64) ist das ein Synonym dafür, wenn aus einem Fabriksken, Anbau für Anbau, ein Weltmarktführer wird. Architektonische Konzepte auch dafür zu entwickeln, das sieht er als eine der Stärken des Büros an. Heute berät er nur noch. Seine Partner Marc Teichert und Simone Kutzner, die gestern Regie führten, sind am Zuge.

Beim Geburtstagsfest allerdings stand „der Wilde“ im Mittelpunkt, der vor 30 Jahren gemeinsam mit Studienfreund Hans-Jürgen Altenheiner das Büro gründete. Zum Start (und zum Glück) durfte das junge Team, damals noch von Werdohl aus, ein Verwaltungsgebäude für die schwäbische Glasindustrie verwirklichen, für das es einen Förderpreis für junge Architekten gab. Das ersparte nicht den Biss in so manch’ saueren Apfel, wenn man nicht verhungern wollte. Man zog zur Wilhelmstraße, brachte Ende der achtziger Jahre das Forum am Sternplatz noch mal auf Vordermann. Es folgten städtische Aufträge, Wohnbauten, Gewerbeobjekte, Denkmäler. Die enge Verbindung zur Schützenhalle, die Marc Teichert heute im Stiftungsvorstand pflegt, entstand. Mit dem Umzug zur Thünenstraße wuchs man ab 1994 auf 17 Mitarbeiter. Brauhaus, Schrauben Schriever – das sind steinerne Stichworte jener Jahre. Einen Einschnitt bedeutete 2000 der plötzliche Tod seines Partners Altenheiner. Das Büro musste sich neu strukturieren. „Nicht Größe macht die Qualität aus“, wurde zur Maxime; man zog zum Hasley, der Kern schrumpfte auf fünf bis sieben Mitarbeiter; 2007 stieg Marc Teichert ein, Simone Kutzner folgte.

„Unsere Gegend lebt von der Findigkeit und der Intelligenz der Menschen“, betonte Bürgermeister Dieter Dzewas in seinem Glückwunsch. Das drücke sich auch darin aus, wie sich die hier produzierenden Unternehmen präsentierten, lobte er die wichtige Rolle der Architekten.

Zum Lob gab’s für Rüdiger Wilde, der gerne mit seinem „alligatorischen Charme“ kokettiert, auch noch gleich die persönliche Hymne: „Er ist der Wilde, kommt pünktlich oder nie, ein Lüdenscheider Mann mit Phantasie“, groovte Prominenten-Unterhalter und Neu-Lüdenscheider Winnie Appel „seinem“ Architekten von der Bühne aus ins Ohr. Da fühlte er sich dann doch geschmeichelt, der „Mann mit dem spröden Charme“. - sum

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