Arbeitslosigkeit im Januar gestiegen

Symbolbild Arbeitsmarkt2

Lüdenscheid - Auf dem Arbeitsmarkt fing das neue Jahr alles andere als erfreulich an. Die Zahl der Arbeitslosen stieg in Lüdenscheid von 3173 im Dezember auf 3327 im Januar. Damit erhöhte sich die Quote von 7,9 auf 8,2 Prozent. Für den gesamten Märkischen Kreis wird eine Januar-Quote von 6,9 Prozent ausgewiesen.

„Der Monat bringt seine saisontypischen Merkmale mit sich“, sagte Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur für den Märkischen Kreis bei der Vorstellung der Ergebnisse. „Der Anstieg ist nahezu jährlich wiederkehrend. Die Gründe sind dabei sehr vielschichtig. Zum Beispiel werden Arbeitsverhältnisse witterungsbedingt ausgesetzt, zum Jahresende erfolgen Kündigungen, die statistisch mit in den Januar einfließen, oder Berufsausbildungen laufen aus und die Teilnehmer melden sich übergangsweise bei der Arbeitsagentur.“

Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur im Kreis.

Dennoch gebe es positive Zeichen, denn die Nachfrage nach Arbeitskräften sei unverändert positiv. „Trotz des Anstiegs ist der Arbeitsmarkt robust und bietet Suchenden tolle Chancen“, stellt die Behördenchefin fürs Kreisgebiet fest. Derzeit sind 3742 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Sandra Pawlas: „Das zeigt, dass die Wirtschaft dynamisch und aufnahmefähig ist.“

Das Jobcenter des Märkischen Kreises betreut derzeit 17 000 Bedarfsgemeinschaften mit 23 229 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Alter zwischen 15 bis 65 Jahren. Von den insgesamt 15 704 Personen, die kreisweit arbeitslos gemeldet sind, sind 10 374 Menschen beim Jobcenter registriert. „Im Vergleich zu Januar 2016 hat sich die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften um 568 und die Zahl der Personen, die auf Grundsicherungsleistungen des Jobcenters Märkischer Kreis angewiesen sind, um 1664 erhöht. In dem deutlichen Anstieg spiegelt sich der Zugang geflüchteter Menschen wider“, erläutert Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis.

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