Arbeitskreis Selbsthilfe: Austausch ernorm wichtig

Der Arbeitskreis Selbsthilfe tagte jetzt im Selbsthilfezentrum.

LÜDENSCHEID ▪ Der Austausch innerhalb einer Gruppe ist wichtig, um sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen und Anregungen weiterzugeben, so dass alle voneinander profitieren können.

Vor diesem Hintergrund tagte am Donnerstag der Arbeitskreis der Selbsthilfe im Märkischen Kreis unter Leitung von Andreas Teschner vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in der Selbsthilfe-Kontaktstelle an der Freiherr-vom-Stein-Straße. Der Verband ist seit Anfang des Jahres Träger der Kontaktstelle: „Wir verstehen uns als zentraler Ansprechpartner zum Thema Selbsthilfe für den gesamten Märkischen Kreis“, sagt Teschner. „Circa 150 Selbsthilfegruppen sind bei uns vernetzt, circa 40 davon in Lüdenscheid.“ Dabei umfasst das Themenspektrum Behinderungen und chronische Erkrankungen, Abhängigkeitserkrankungen, psychische Probleme, aber auch psycho-soziale oder familienbezogene Anliegen. „Dieses Selbsthilfepotenzial bewirkt signifikante Einsparungen in unseren Sozial- und Gesundheitssystemen.“

Den Arbeitskreis der Selbsthilfe gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Aus dem Netzwerk einzelner Selbsthilfegruppen, die sich austauschten, ging der Trägerverein des Selbsthilfezentrums KISS im Logenhaus hervor, der seither die Selbsthilfe im gesamten Märkischen Kreis unterstützt. Aufbauarbeit, Spendenakquise und die Gründung eines Fördervereins prägten die Anfänge. Hinzu kam die Organisation und Durchführung der Selbsthilfetage in Lüdenscheid, Vortragsveranstaltungen und weitere Aktionen, um die Öffentlichkeit auf die Angebote des Selbsthilfezentrums aufmerksam zu machen.

Bis heute treffen sich regelmäßig rund 20 Selbsthilfegruppen zum gegenseitigen Informationsaustausch. Auf der Tagesordnung standen die Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen und den Märkischen Kreis, die Besonderheiten der Kontoführung für Selbsthilfegruppen, die Teilnahme an dem Lüdenscheider „Markt der Familien“, der Selbsthilfetag am 16. November 2013, die Pflegeberatung des Kreises sowie Werbung für die Selbsthilfe in der Öffentlichkeit. Aber auch interne Themen, die im Gruppenalltag entstehen, werden diskutiert, um daraus auch neue Ideen zu entwickeln.

Derzeit gibt es Überlegungen, noch mehr Selbsthilfegruppen die Möglichkeiten der Vernetzung zu geben. „Denkbar wären sowohl unterschiedliche Städte und Gemeinden als Gastgeber für den Arbeitskreis als auch ein weiteres vergleichbares Gremium im Nordkreis.

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