Arbeitsgruppe für Menschen mit geistiger Behinderung

LÜDENSCHEID ▪ In einer Arbeitsgruppe oder einem Unterausschuss der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung sollen Frauen und Männer mit geistiger Behinderung stärker mitbestimmen können.

Das verdeutlichte Frank Isselhorst von den Märkischen Werkstätten am Dienstag auf LN-Anfrage. „Dazu ist natürlich eine Moderation notwendig. Sachverhalte müssen in leichter Sprache und bebildert dargestellt werden. Die Satzung für unsere Werkstatt-Räte ist zum Beispiel auch in einfacher Sprache verfasst.“ Dabei müsse der Informationsfluss in beide Richtungen gehen. „Das soll keine Einbahnstraße sein.“ So müssten Inhalte aus der Interessenvertretung so übersetzt werden, dass sie für die Arbeitsgruppe verständlich seien. In umgekehrter Richtung gelte das auch.

Es gehe jetzt darum, dass die Heimräte der verschiedenen Einrichtungen – neben den Märkischen Werkstätten die Lebenshilfe, das Johannes-Busch-Haus und das Haus Hellersen – sich damit beschäftigten. „Sie müssen das wollen. Dann müssen sich die einzelnen Gremien miteinander verständigen“, schildert Isselhorst das weitere Vorgehen. In der ersten Jahreshälfte wolle man ein Fazit ziehen und beurteilen, ob das Vorhaben umsetzbar sei.

Mit der Vereinfachung von Sachverhalten seien natürlich auch Ungenauigkeiten verbunden. So müsste man zum Beispiel, um Menschen mit geistiger Behinderung, teilhaben zu lassen auf kompliziertes Zahlenwerk und DIN-Normen verzichten und einfach von baulicher Anpassung sprechen. „Das ist aber alles machbar.“

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