Arbeitsagentur wirbt: Viele Chancen „vor der Haustür“

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Werben für den Beruf des Malers und Lackierers (v.l.) Berufsberaterin Tanja Pankau, Arbeitsvermittler Kai Bernhagen, Gesellin Joanna Laskowski und Inhaber Jan Wieghardt.

Lüdenscheid - Neigt sich die Schulzeit dem Ende entgegen, stellt sich vielen Jugendlichen die Frage: „Wie soll es weitergehen?“ Die Auswahl an Ausbildungsberufen ist groß, die Möglichkeiten vielfältig. Doch nicht jede Tätigkeit ist bei den jungen Menschen gleichermaßen beliebt und steht ganz oben auf der Wunschliste. Die Folge: Einige Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt.

Grund genug für die Verantwortlichen der Agentur für Arbeit, auch einmal jene Berufe in den Fokus zu rücken, die beim Nachwuchs nicht so gefragt sind, „denn auch sie bieten Perspektiven, die vielen gar nicht bewusst sind“, erklärt Lena Draxler, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Iserlohn. Gemeinsam mit Berufsberaterin Tanja Pankau und Arbeitsvermittler Kai Bernhagen waren sie zu Gast im Malerbetrieb „Wieghardt & Sohn“, um für den Ausbildungsberuf des Malers und Lackierers zu werben. Denn auch dieser gehöre nicht unbedingt zum Favoritenkreis der Jugendlichen, sei oftmals nur „zweite Wahl“.

Dabei sei die Arbeit nicht nur abwechslungsreich, sondern biete auch im Anschluss an die Lehrzeit vielfältige Möglichkeiten – sei es die Meisterschule, die Verknüpfung mit einem Studium oder auch der Weg in die Industrie, weiß Jan Wieghardt. Der Meister und Betriebswirt im Handwerk führt den Familienbetrieb in der fünften Generation und legt viel Wert auf das Thema Ausbildung. Zwei Stellen bietet er zum neuen Ausbildungsjahr an und betont, dass er bei der Auswahl der Bewerber nicht ausschließlich auf gute Schulnoten achte. Viel entscheidender seien auch ein gepflegtes Auftreten und das Interesse am Beruf. „Und das lässt sich im Rahmen eines Praktikums schnell feststellen.“ Und weil über den Praxistest vieles entschieden werden kann – und sei es der Ausschluss eines Berufs – arbeiten Berufsberater und Arbeitsvermittler eng mit den Unternehmen und Handwerksbetrieben zusammen.

Denn das gemeinsame Ziel ist es, den jungen Menschen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels aufzuzeigen, dass auch der Märkische Kreis viele Möglichkeiten vor der Haustür biete. Für das neue Ausbildungsjahr sind der Agentur bislang (Stand 2. März) 1614 freie Stellen gemeldet worden.

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