Arbeitgeberverband: Kurzarbeit geht zurück

LÜDENSCHEID – „Die Kurzarbeit ist deutlich zurückgegangen“, stellt Karl Waffel vom Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie fest. Gleichwohl könnten die Unternehmen offensichtlich noch nicht langfristig planen, so seine Einschätzung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage: „Man fährt auf Sicht.“ Und: „Es ist gut, dass es das Instrument der Kurzarbeit überhaupt gibt.“

Die wesentliche Kennzahl zur Einschätzung der Situation sei die des Vollzeitäquivalents – die in Vollzeitbeschäftigung umgerechnete Kurzarbeit. Diese Zahl habe zum Höhepunkt der Kurzarbeit im August bei mehr als 7000 gelegen und sei mittlerweile auf unter 4000 heruntergegangen.

Dass die Firmen die Möglichkeit hätten, Kurzarbeit ruhen zu lassen, d.h. sie zwar angemeldet ließen, derzeit aber keine Kurzarbeit machten, müsse man ebenfalls bei einer Einschätzung berücksichtigen. Auch das führe zu Verzerrungen, wenn man nur von den Meldungen ausgehe und daraus einen Trend ablesen wolle.

Generell zeigt sich Waffel aber anhand der Rückmeldungen aus dem Mitgliedsbetrieben ganz zuversichtlich, dass „ein Silberstreif am Horizont“ zu entdecken sei. Gleichwohl ist man noch weit davon entfernt, Vor-Krisen-Zahlen zu erreichen: „Vor der Krise spielte Kurzarbeit überhaupt keine Rolle.“

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