Arbeitgebertag stellt Region in den Mittelpunkt

Hochkarätige Gäste waren der Einladung zum 6. Arbeitgebertag der Bundesagentur für Arbeit in die Firma Vogler Industrielackierungen gefolgt, darunter Franz Münterfering (r.) sowie Hauptredner Otto Kentzler (vorne, 2.v.r.).

LÜDENSCHEID ▪ Südwestfalen ist eine Region des Mittelstands – wo hätte der diesjährige Arbeitgebertag also besser stattfinden können als in einem mittelständischen Familienunternehmen? Mehr als 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden waren am Freitag der Einladung der Bundesagentur für Arbeit Iserlohn in die Firma Vogler Industrielackierungen gefolgt, um sich mit dem Thema „Perspektiven für den Arbeitsmarkt in Südwestfalen – Die Region stärken!“ zu beschäftigen.

Während die vorherigen Veranstaltungen auf den Märkischen Kreis beschränkt waren, wurden bei der sechsten Auflage erstmals die Grenzen überschritten und die Region Südwestfalen in den Mittelpunkt gestellt. Und so freute sich Gastgeber Ingo Vogler über viele hochkarätige Gäste in seinem Unternehmen – darunter zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete, vier Landräte der Region Südwestfalen, die heimischen Bürgermeister sowie Unternehmer. „Wir möchten mit dieser Grenzüberschreitung die Region in den Fokus stellen, ihre Stärken hervorheben, ohne das Lokale zu vergessen und damit einen Beitrag für die Regionale 2013 leisten“, machte Michael Stechele, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Iserlohn, deutlich. Im Hinblick auf das weitere Programm des Tages mit „zukunftsträchtigen Themen“ wünschte er sich von den Teilnehmern, viele Denkanstöße und Impulse mit nach Hause zu nehmen und weiter zu entwickeln.

Auch Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur, hob hervor, wie wichtig es für die „jüngste Region Deutschlands“ sei, gemeinsame Schritte zu gehen, um hinsichtlich von Fachkräftemangel und Demographie-Auswirkungen bestehen zu können. Die Region habe eine enorme Wirtschaftskraft, jedoch müsse diese auch nach Außen transportiert werden. „Denn“, so wurde auch in der Diskussion der Landräte aus dem Kreis Soest, Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie dem Märkischen Kreis deutlich, „viele verbinden mit Südwestfalen eine grüne Landschaft, in der man Urlaub machen kann. Doch hier sind auch viele Weltmarktführer mit vielen Arbeitsplätzen beheimatet.“ Es müsse darum gehen, sich seiner Stärken bewusst zu werden und diese auch zu vermitteln – nicht zuletzt im Hinblick auf junge Leute. „Südwestfalen ist eine Zukunftsregion –  werden Sie zu ihren Botschaftern“, so die Aufforderung.

Bevor in drei Themenforen weiterdiskutiert wurde, widmete sich Hauptredner Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, dem Thema „Ohne Fachkräfte keine Zukunftsperspektive!“ Er spannte den Bogen über die Sicherung der Fachkräfte über das Festhalten an der dualen Ausbildung bis hin zur Rente mit 67. „Wir müssen alle Register ziehen, um die demographische Entwicklung zur Chance zu machen – und das geht nur mit der mittelständischen Wirtschaft.“

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