Mauer-Sanierung zieht sich ins nächste Jahr

Die Sanierung der Mauer rund ums Ehrenmal dauert länger.

Lüdenscheid - Abdeckplanen flattern im Wind, der Zaun rund um das Ehrenmal steht noch, Bäume sind zum Schutz an den Stämmen mit Puffern umwickelt. Die Sanierung der Mauer zieht sich entgegen den ursprünglichen Zeitplan doch noch länger hin als erwartet.

Ende November war zunächst vorgesehen, aber offensichtlich ist der Aufwand doch höher als erwartet. Genaueres war Montag nicht in Erfahrung zu bringen, da sowohl Landschaftsarchitekt Ralf Bechtel vom Architekturbüro Ossenberg-Engels aus Altena als auch Hans Kreinberg vom Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) nicht erreichbar waren.

Die Schäden, die der Zahn der Zeit an dem gewaltigen Bauwerk hinterlassen hat, sind allerdings auch enorm. Zudem ist der gesamte Komplex 90 Meter breit und von der Parkstraße bis zum Mauerfuß 35 Meter hoch. Entsprechend aufwendig ist die Behebung der Risse oder die Verfüllung tiefer Löcher, die witterungsbedingt und durch in die Fugen hineingewachsene Äste entstanden sind. Außerdem musste die Sanierung im Vorfeld mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden, um entsprechende Auflagen einzuhalten.

Wie berichtet, ist die Erneuerung der verwitterten Fugen nur mit einer handwerklichen Bearbeitung möglich. Die nicht sichtbaren Stützen des Bau- oder Bollwerks sind aus Beton. Vorgesetzt sind Natursteine, die wie eine Art Verklinkerung wirken und in deren Fugen sich Sämlinge eingenistet und dann Wurzeln geschlagen haben. So wurde das Fugenmaterial immer mehr zerbröselt, das Mauerwerk brüchiger. Auch 18 Betonabdeckungen müssen erneuert werden. Nach einem Mörtelgutachten wird ein „Kalk-Traß Vormauermörtel“ verwendet, der nicht zu schnell austrocknen darf. Daher werden nach der frischen Verfugung große, feuchte Jute-Tücher über die Mauern gelegt. Sechs Wochen sind zur Trocknung erforderlich.

All dies hat das Ziel, die statische Stabilität, die Standsicherheit der Mauer zu gewährleisten. Eine komplette Erneuerung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes wäre nicht finanzierbar. 500 000 Euro kostet die Instandhaltung.

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