Flammendes Plädoyer für das Altstadt-Konzept

IHK Altstadt: Vortrag beim Altstadtverein im Awo-Gebäude an der Marienstraße.

Lüdenscheid - Sie selbst und auch der Altstadtverein verspürten schon eine gewisse „Aufbruchsstimmung“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Sigrid Schröder. Am Mittwochabend hatte man den Leiter des Fachbereichs Planung und Bauen, Martin Bärwolf, zur Vorstellung des Integrierten Handlungskonzepts Altstadt eingeladen.

Von Florian Hesse

Es war ein flammendes Plädoyer, das Bärwolf in den Räumen der Awo an der Marienstraße hielt, und vollends überzeugt waren die meisten der rund 30 Gäste, als es um die Kosten ging, die auf die Anlieger zukommen würden. Denn wenn bei der Herstellung der Barrierefreiheit beziehungsweise der Sanierung der Wilhelmstraße lediglich um einen Austausch der oberen Deckenschicht anstehe, sei auch keine Beteiligung nach dem Kommunalabgabengesetz zu erwarten. Anders sei dies, wenn weitergehende Eingriffe in die Fahrbahn erforderlich würden.

Kein Füllhorn

Wichtig für Bärwolf war zudem, dass die Mittel für Städtebauförderung, wenn sie denn fließen sollten, „kein Füllhorn öffentlicher Mittel“ bedeuten könnten. Initiative und Anstöße müssten aus der Bürgerschaft heraus erfolgen, nicht zuletzt, um die erhofften Folgeinvestitionen Dritter auszulösen, wie es auch beim Umbau der Innenstadtplätze der Fall gewesen sei. Dort seien auf einen Euro städtischer Aufwendungen drei bis vier Euro an privaten Mitteln geflossen.

Vorstellung Mittwoch

Eine abschließende Auskunft, was tatsächlich umgesetzt werde, konnte Bärwolf nicht geben. Zurzeit ist der Fachbereich damit beschäftigt, ein abgespeckte Variante des Konzepts zu erarbeiten, die erstmalig am kommenden Mittwoch Gegenstand der Erörterung im Fachausschuss für Stadtplanung und Umwelt sein dürfte. Ziel sei es, ein finanzielles Gesamtvolumen zu erreichen, dass der Stadt selbst Luft lasse, zumindest die allernötigsten Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen durchführen zu können. Denn das IHK binde auf Jahre hinaus einen Großteil der finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

Andrerseits wissen Altstadtbewohner und Stadtplaner um die Gelegenheit, die sich mit dem IHK biete. „Das wird die letzte Chance für Lüdenscheid sein“, stellte Willy Denecke fest, der als Mitglied des Altstadtvereins Beziehungen zur Wirtschaft und Investoren herstellen könnte, so die Hoffnung in der Runde.

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