Appell: „Grüne Wiesen sind kein Hundeklo“

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Ludwig Krämer vom Landwirtschaftsverband, Landwirt Jörg Plate, Friedrich-Wilhelm Korspeter von der Unteren Landschaftsbehörde sowie Alhard Graf von dem Bussche-Kessell (v.l.) werben um Verständnis bei Hundehaltern und Spaziergängern.

Lüdenscheid - Sie wollen sensibilisieren, aufklären und um Verständnis werben – und zwar auf die nette, aber durchaus ernst zunehmende Art und Weise: „Grüne Wiesen sind kein Hundeklo“ heißt die Aktion, mit der Land- und Forstwirte, die Untere Landschaftsbehörde, der Landwirtschaftsverband sowie Grundstückseigentümer auf die Probleme hinweisen wollen, die durch unüberlegtes Verhalten in der Natur entstehen können.

„Denn oftmals sehen die Naturliebhaber die Zusammenhänge gar nicht, sind sich nicht darüber im Klaren, was sie da anrichten“, wissen Friedrich-Wilhelm Korspeter (Untere Landschaftsbehörde) und Alhard Graf von dem Bussche-Kessell. Beispiel Hundekot: Speziell die Weideflächen am Rande der städtischen Bebauung würden zunehmend und massiv von Hundehaufen verunreinigt – und das obwohl das Grünland einer strengen Nährstoffkontrolle unterstehe und als Futter für Rinder diene.

Beispiel mechanische Probleme: Platt getretenes Gras kann vom Mähwerk nicht erfasst werden, Spielgeräte wie Stöcke, Frisbees oder ähnliches beschädigen zudem das Mähwerk der Maschinen. Verluste für die Landwirte sind programmiert. Beispiel Brut- und Setzzeit: „Die Natur findet nun einmal auf den Flächen statt“, verweist Korspeter auf die vielen Jungtiere im Grünland, die durch freilaufende Hunde aufgeschreckt und gestört würden.

„Wir möchten das Thema wieder in den Fokus rücken, weil die Vorfälle mit freilaufenden Hunden einfach Überhand nehmen“, möchten die Verantwortlichen das Bewusstsein schärfen – und darum bitten, auf den Wegen zu bleiben. Dabei helfen sollen Hinweis-Schilder, die an den Hauptproblemflächen in Lüdenscheid aufgehängt werden. Leider nicht zum ersten Mal – viele seien zuletzt der Zerstörung durch Unbekannte zum Opfer gefallen. - kes

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