Nach Steilvorlage von Söder

Apotheker aus MK schreibt Brief an Merkel: „Corona-Politik ist krass gescheitert“

Der Inhaber der Lüdenscheider Hirsch-Apotheke und Betreiber der Scholz Datenbank hat einen Brief an Kanzlerin Merkel geschrieben.
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Der Lüdenscheider Apotheken-Inhaber Wolfgang U. Scholz hat einen Brief an die Kanzlerin geschrieben.

„Zu wenig konstruktive Vorschläge aus der Bevölkerung“: Diese Kritik von Ministerpräsident Söder ist eine Steilvorlage für den Lüdenscheider Wolfgang U. Scholz, Inhaber der Hirsch-Apotheke und Betreiber der Scholz-Datenbank.

Lüdenscheid - Also hat der engagierte Lüdenscheider einen Brief an die Bundeskanzlerin verfasst – und einige Ministerpräsidenten in den Verteiler mit einbezogen. Seine Kritik: Die aktuelle Corona-Politik sei „krass gescheitert“. Seine Botschaft: „Hoffnung auf den Impfstoff allein reicht nicht, genauso wenig wie AHA allein.“ Seine Empfehlung: Gezieltes Gurgeln zwecks Abtötung von Bakterien und Viren sei „ein potenziell wichtiger Baustein einer Anti-Corona-Strategie“.

Gurgelmittel und Nasengels

Geeignete Gurgelmittel und Nasengels könnten, davon zeigt er sich überzeugt, vor und nach Kontakten das Infektionsrisiko mindern. Scholz macht sich damit eine medizinische Sichtweise zu eigen, wonach im Kampf gegen Covid-19 nicht nur ein äußerer Mund- und Nasenschutz sinnvoll sei, sondern auch ein innerer. Daher plädiert er für eine Corona-Prophylaxe durch Spülen und Gurgeln mit speziellen, bewährten Schleimhautdesinfektionsmitteln (jeden dritten Tag). Mundwässer seien dazu nicht geeignet, bezieht er sich auf Aussagen des Berliner Hygiene- und Umweltmediziners Prof. Dr. Klaus-Dieter Zastrow.

„Das essenzielle Ziel,“ schreibt Scholz an Angela Merkel, „die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern und gleichzeitig das soziale Leben und den Wirtschaftsprozess aufrechtzuerhalten, ist nicht erreicht worden.“ Er sieht immense Kollateralschäden durch den Lockdown. Diese „Holzhammer-Methode“ sei eine Bankrotterklärung der bisherigen Politik. Daher plädiert er künftig für eine kreative Strategie sowie mehr gesunden (naturwissenschaftlichen) Menschenverstand und appelliert an die Kanzlerin: „Verlassen Sie in dieser Ausnahmesituation der Menschheit den orthodoxen Weg ausschließlich evidenz-basierter Medizin und Wissenschaft.“ Denn, so findet der Lüdenscheider: „Das Scheitern ist vor allem darin begründet, dass Entscheidungen in vermeintlich guter Absicht um jeden Preis auf Basis evidenz-basierter Wissenschaft getroffen werden sollen. Evidenz-basierte Wissenschaft, insbesondere in der Medizin, beruht aber auf klinischen Studien, die viel Zeit und große Patientenkollektive verlangen.“

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