Wirksames Medikament gesucht

Apotheke im MK forscht an neuer Corona-Arznei

Lüdenscheid Medikament Corona Forschung
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Die Suche nach einem Corona-Medikament läuft mit Lüdenscheider Hilfe.

Gemeinsam mit einem Team aus Pharmazie-Professoren und Pharmazeuten aus der Praxis treibt der Apotheken-Inhaber Wolfgang U. Scholz jetzt ein Projekt zur Erforschung eines Arzneimittels gegen Covid-19 voran.

Lüdenscheid - Zu dem Zweck habe seine Hirsch-Apotheke (Knapper Straße) einen Kooperationsvertrag mit der Uni Münster geschlossen, teilte der Lüdenscheider mit. Die Apotheke werde, so der Gründer der Scholz-Datenbank, „unter Einbringung von Eigenmitteln des persönlichen Gesellschafters bzw. Inhabers die Kosten des geplanten Forschungsprojektes tragen“.

Die Vorbereitungen liefen seit Sommer, als regelmäßige, sehr konstruktive Diskussionen in einer Expertenrunde begonnen hätten: „Es wird sich zeigen, ob wir auf dieser Forschungsreise erfolgreich sein werden,“ so Wolfgang Scholz, „aber so dramatisch und herausfordernd diese Corona-Zeit ist, so zwingend, spannend und erfüllend ist es, in einem Team mit erfahrenen Experten zu einer möglichen Lösung des Problems beizutragen.“

Kooperationsvertrag mit der Uni Münster

Man wolle den Forschungsfokus auf möglicherweise antiviral aktive Wirkstoffe richten, die sehr häufig aus der Phytotherapie stammten.

Dass parallel zu einem Impfstoff die Entwicklung wirksamer Medikamente zur Prophylaxe oder zur effektiven Behandlung „ohne Frage berechtigt und notwendig“ sei, steht für Scholz fest: „Als Apotheker hatte ich das Gefühl, dieser dramatischen Entwicklung nicht tatenlos zuschauen zu dürfen.“

Über das Promotionsförderprogramm der Hirsch-Apotheke gab es Kontakte zur Pharmazie der Uni Münster. Die wurden vertieft, es entstand die pharmazeutische Expertenrunde, verstärkt durch einen Virologen. Gerechnet werde mit einer Entwicklungsphase von zwölf Monaten. Bis dahin hofft man auf verwertbare Aussagen zur Geeignetheit und Wirksamkeit von Arzneistoffen.

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