Rodungen nach Borkenkäfer-Befall

Anwohner entsetzt: Kompletter Kahlschlag im "Kostal-Wald"

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Beginnend auf dem Gelände südlich des Grebbecker Weges sollen sich die Fällarbeiten in den nächsten Wochen in Richtung Othlinghausen bis ins Volmetal erstrecken.

Lüdenscheid - Für zahlreiche Anwohner des Grebbecker Weges ändert sich in diesen Tagen das waldreiche Panorama in ihrer Nachbarschaft.

In der Woche vor Weihnachten haben Waldarbeiter damit begonnen, große Teile des Forstes südlich ihrer Siedlung zu roden. Der sogenannte Kostal-Wald ist ein Opfer des Borkenkäfer-Befalls geworden und nach Auskunft von Revierförster Marcus Teuber nicht mehr zu retten. 

Bereits 2018 waren die Schäden festgestellt worden. „Wir haben noch versucht, den Befall einzudämmen.“ Nun sind nach Einschätzung des Experten vom Lüdenscheider Forstamt 70 bis 80 Prozent des Bestandes krank und müssen gefällt werden. 

Ab 6. Januar sollen die Maschinen wieder im Einsatz sein. Die Rodung wird nach Teubers Worten noch mindestens vier Wochen dauern. „Der gesamte Bergrücken in Richtung Felde/Eicken bis hinunter ins Volmetal ist betroffen.“ 

Zur der großen Fällaktion gibt es nach Auskunft des Revierförsters keine Alternative. „Spätestens in zwei Jahren wäre der Wald in sich zusammengebrochen, was wegen der Verkehrssicherungspflicht auch ein absolutes Betretungsverbot zur Folge gehabt hätte.“ 

Ein Großteil der Stämme landet auf dem Schützenplatz Hohe Steinert und wird für den Export – unter anderem nach China – verladen und abtransportiert. Für einen kleineren Teil des Holzes haben Teuber und sein Team Verträge mit Sägewerken aus der Region abgeschlossen.

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