Anwohner hoffen auf Tempobegrenzung

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Etliche Anwohner informierten sich über die geplante Fahrbahnerneuerung der Glatzer Straße.

Lüdenscheid - „Die Glatzer Straße stand auf der Prioritätenliste ganz oben.“ Detailliert informierten Stadt und STL die Anwohner am Dienstag über die geplante Fahrbahnerneuerung der Glatzer Straße von der Kreuzung Königsberger Straße bis zur Kreuzung Worth in diesem und im kommenden Jahr. Gut besucht war die Informationsveranstaltung im Ratssaal, bei der Dieter Rotter, Fachdienstleiter Bauservice, den Anwohnern Rede und Antwort stand.

Zum Zeitplan der umfangreichen Baumaßnahme, Kosten, Verkehrsführung und mehr gaben darüber hinaus Manuela Obeng-Yeboah und Ute Korn vom Fachdienst Bauservice sowie die beiden STL-Mitarbeiter Yvonne Schubert und Sebastian Jülich Auskunft. Den schlechten Zustand der Glatzer Straße thematisierte Dieter Rotter bei der Versammlung. Dieser mache es notwendig, den Unterbau der Straße und die Fahrbahndecke zu erneuern. „Ausgebaut werden soll im Bestand“, so der Fachdienstleiter Bauservice. Auf geschätzte 870 000 Euro beläuft sich die Baumaßnahme.

Wie Sebastian Jülich ergänzte, erfolgt der Ausbau in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt, der von der Kreuzung Königsberger Straße bis zur Parkanlage mit der Fußgängerunterführung reicht, soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Die zweite Bauphase, für die es noch keine konkreten Pläne gibt, beginnt im kommenden Jahr. „Wir werden im unteren Abschnitt unter Vollsperrung arbeiten“, so Jülich. Außerhalb der Arbeitszeiten sei Anwohnern die Zufahrt zu ihren Häusern möglich. Für den Durchgangsverkehr bleibt die Straße allerdings gesperrt. „Fünf Wochen sind eingeplant.“ Mitte August beginnen die Bauarbeiten.

Schwieriger, so Jülich, gestalte sich der zweite Bauabschnitt von der Unterführung bis zur Kreuzung Worth, der im nächsten Jahr in Angriff genommen werden soll. Im Vorfeld der Straßenerneuerung verlegt Enervie in Teilbereichen neue Gas- und Wasserleitungen. Probleme mit dem in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Lkw-Durchgangsverkehr durch die Glatzer Straße sprachen die Anwohner bei der Versammlung an. Diese bei den Planungen zu berücksichtigen und gegenzusteuern – etwa durch Tempobegrenzung – kam als dringliche Bitte. Auch die enge Zufahrt zum Hit-Markt war Gegenstand der Diskussion. Ein Ausbau im Einmündungsbereich sei dringend erforderlich. „Das ist für Fußgänger gefährlich“, so die Anwohner.

Da es sich bei der Glatzer Straße um die nachmalige Herstellung einer Haupterschließungsstraße (nach Vorschriften des Kommunalabgabengesetzes NRW in Verbindung mit der Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt kostenpflichtig) handelt, kommen auf die Anwohner erhebliche Kosten zu. Wie Manuela Obeng-Yeboah als zuständige Sachbearbeiterin ausführte, belaufen sich diese auf insgesamt 378 000 Euro, sprich die Hälfte der geschätzten 870 000 Euro beziehungsseise 756 000 Euro nach Abzug des umlagefähigen Aufwands. „Die Heranziehungsbescheide werden verschickt, wenn die Bagger auf der Straße stehen.“ - MS

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