Antje Malycha steht an Vereinsspitze

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Antje Malycha (3.v.l.) ist neue Vorsitzende, Dr. Lutz Hellweg (r.) ihr Stellvertreter. Ilona Mahamoud (3.v.r.) bleibt Geschäftsführerin. Christian Scheider (2.v.r.) ist Kassierer.

LÜDENSCHEID ▪ Rollentausch im Vorstand des Fördervereins „Miki“ des Märkischen Kinderschutzzentrums: Seit Mittwochabend steht Antje Malycha, bisher zweite Vorsitzende, an der Vereinsspitze. Ihr Stellvertreter ist nun der bisherige Vorsitzende Dr. Lutz Hellweg.

Im Seminarzentrum des Klinikums Hellersen bestätigten die Mitglieder zudem die Geschäfts- und Schriftführerin Ilona Mahamoud im Amt. Neuer Schatzmeister ist Christian Scheider. Er tritt in die Fußstapfen von Uwe Geldsetzer. Zu Beisitzern bestimmten die Anwesenden Marita Gerdes, Dr. Holger Frenzke, Dr. Angelika Sager, Kathrin Soenneken und Bärbel Schenk.

"Kindeswohl in 372 Fällen gefährdet"

Dass die sechs Mitarbeiter des Kinderschutzzentrums, die sich vier Vollzeitstellen teilen, im Jahr 2009 sehr viel Arbeit hatten, berichtete Rainer Martin dem Förderverein. „Wir hatten 372 Fälle, in denen das Kindeswohl gefährdet war,“ sagte der Leiter des Kinderschutzzentrums. Sexuelle Gewalt oder der Verdacht darauf standen in 25 Prozent dieser Fälle im Vordergrund. Jeweils 16 Prozent entfielen auf Misshandlungen, beziehungsweise Verdachtsfälle, und auf Vernachlässigung.

Positiv bewertete Martin das Verhältnis von Selbst- zu Fremdmeldern. In 70 Prozent der Fälle seien es die Eltern selbst, die das Kinderschutzzentrum über das Problem informieren. „Allerdings wird in einigen Fällen schon ein gewisser Druck von Außenstehenden ausgeübt“, räumte der Leiter des Kinderschutzzentrums ein. Sehr erfreulich sei zudem, dass sich inzwischen auch Familien mit Migrationshintergrund an die Einrichtung wenden würden.

Als sehr hilfreich hätten sich die Fortbildungsveranstaltungen für Erzieherinnen in Kindertagesstätten erwiesen, die 2009 begonnen hätten. „Es gibt schon Erfolge. Die Mitarbeiterinnen erkennen schneller, wo das Kindeswohl gefährdet sein könnte und melden sich bei uns“, betonte Rainer Martin.

"Mitgliederwerbung" wichtig

Damit „Miki“ weiterhin die Arbeit des Kinderschutzzentrums unterstützen kann – der Verein finanziert eine Vollzeitstelle – soll das Thema „Mitgliederwerbung“ künftig eine besondere Rolle spielen. Der Vorstand will über weitere Maßnahmen diesbezüglich beraten. ▪ cwi

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