1. come-on.de
  2. Lüdenscheid

Bändchen für Getestete

Erstellt:

Von: Susanne Kornau

Kommentare

Getestete dürfen im Familienbad Nattenberg auch in den Innenbereich der Anlage. Bei Test-Nachweis gibt‘s zu dem Zweck ein Bändchen ans Handgelenk.
Getestete dürfen im Familienbad Nattenberg auch in den Innenbereich der Anlage. Ein Bändchen gilt als „Ausweis“. © Cornelius Popovici

Corona-Lockerungen bremsen die Abläufe am Nattenberg: Das klingt paradox, ist aber dem Umstand geschuldet, dass es im Freizeitbad einen Innen- und einen Außenbereich gibt. Deshalb muss man zwischen Getesteten und nicht Getesteten unterscheiden.

Lüdenscheid - Rund 5000 Besucher in der ersten Öffnungswoche – „das ist okay“, sagt Bäderchef Friedrich-Wilhelm Schmidt Werthmann und ergänzt: „Die haben wir sonst auch schon mal an einem oder zwei Tagen gehabt.“ Doch derzeit ist man glücklich, überhaupt wieder öffnen zu können, auch wenn die Kontrollprozeduren die Geduld der Gäste - und der Mitarbeiter - derzeit auf eine harte Probe stellen. Zu Stoßzeiten war der Weg zur Abkühlung deshalb lang, sehr lang: Bis zum Parkplatz reichte die Schlange der Badewilligen zeitweise, die bei den tropischen Temperaturen in dieser Woche auf Einlass ins Nattenberg-Bad warteten.

Reglung über Bändchen

Ein Problem: In reine Freibäder dürfe man zwar ohne Test, die Anlage am Nattenberg ist aber kein reines Freibad. „Wir haben beschlossen, dass wir das Bad teilen“, verweist Schmidt-Werthmann auf die nun „bis zur nächsten Coronaschutzverordnung“ gültigen Abläufe. Badegäste dürfen also ohne Test ‘rein, aber dann nur den Außenbereich nutzen. Getestete dürfen den Innen- und Außenbereich nutzen: „Das werden wir über Bändchen regeln.“

Was trotzdem bleibt, ist der bürokratische Aufwand zwecks Kontaktnachverfolgung; das lasse sich zumindest durch die Nutzung der Luca-App beschleunigen, appelliert Schmidt-Werthmann an die Badegäste. Die gute Nachricht: Ein Zeitfenster für den Aufenthalt im Bad gibt es nicht. Und dank der weitläufigen Anlage, so der Bäderchef, gebe es auch keine Begrenzung der Personenzahl.

Das benachbarte Saunadorf bleibt geschlossen, ebenso Sauna und Sole im Freizeitbad. „Im Sommer ist sowieso keine Saunazeit“, findet Schmidt-Werthmann: „Aber wir werden auf jeden Fall zum September einsteigen.“ Nach den Erfahrungen im vergangenen Herbst ist die Sorge vor schneller Änderung der Rahmenbedingungen geblieben. Nur ein knapper Monat Betrieb war damals möglich bis zur nächsten Schließung. Dem großen Aufwand an Mensch, Material und Organisation standen nur wenige Besucher gegenüber. Das wirkt nach.

Auch interessant

Kommentare