Lüsterklemme: Der Tod von Putins Frettchen

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Kulturhausleiter Stefan Weippert erklärte zu Beginn der Kleinkunsttage die Spielregeln.

LÜDENSCHEID - Wer den Preis am Ende bekommt, entscheidet das Publikum. Und das sei das Fairste, was es gibt, entschied der Kabarettist Sascha Korf am Ende seines Programms, das er zum Auftakt der Lüdenscheider Kleinkunsttage in der Garderobenhalle des Kulturhauses spielte. Mittwochabend tritt ab 19.30 Uhr an gleicher Stelle die studierte Musikerin Anna Piechotta auf.

Wer für sie stimmen will, muss nicht nur einen der begehrten Plätze in der Garderobenhalle haben, sondern auch das Kreuz an den richtigen Stellen machen. Denn wie in jedem Jahr liegen während des Auftritts des Kabarettisten Stimmenzettel und Stifte aus.

Immer wieder käme es vor, so leitete Kulturhausleiter Stefan Weippert den ersten Abend ein, dass Leute ihre Kreuze zwischen den vorgegebenen Marken machen oder die Hinweise auf den Stimmzetteln nicht beachten. Diese könnten nicht bewertet werden. Schade für den Künstler, aber auch schade für denjenigen, der falsch ankreuzt. Denn die Sparkasse als Sponsor der Kleinkunsttage stiftet nicht nur den mit 1500 Euro dotierten Preis für den Künstler, sondern am Ende des Festivals auch einen Sachpreis in Höhe von 150 Euro. Wer den Preis bekommt, wird aus allen gültigen Stimmzetteln ausgelost, wenn der Gewinner der Lüsterklemme feststeht.

Bis es soweit ist, kommen nach Piechotta noch der Slammer Michael Feindler am Freitag, der permanent mies gelaunte Akkordeonspieler Frank Grischek am Samstag und in der kommenden Woche Sabine Domogala.

Das Programm heißt „Komisch im Sinne von seltsam“. Die Kabarettistin hat bereits allerlei Preise eingefahren, bevor sie das gleichnamige Soloalbum 2011 auf den Markt brachte. Als Chansonsängerin und Kabarettistin wuchert sie auf der Bühne mit ihren Talenten.

 Anna Piechotta wuchs in Cochem auf, studierte Schulmusik, gewann schon früh den Wettbewerb „Jugend komponiert“, später dann Band-Contests oder auch Songpoet-Wettbewerbe. Sie will ihrem Publikum zeigen, dass der Tod von Putins Frettchen, ein moderner Don Giovanni und eine Flirtbörse im Internet eins gemeinsam haben: Sie sind komisch, aber nicht lustig, sondern eher komisch im Sinne von seltsam.

 Das Publikum darf sich auf skurrile Begegnungen im Alltag freuen, aufgrund der fundierten Ausbildung musikalisch hochkarätig untermalt - und das Ganze mal mit melancholischen, mal aber auch mit ziemlich handfesten Bemerkungen. - rudi

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