Werbung fürs Schöffenamt

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Martina von Schaewen und Thomas Ruschin werben für das ehrenamtliche Engagement als Schöffe.

Lüdenscheid - Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, heißt es im Grundgesetz. Urteile ergehen „im Namen des Volkes“. Daher ist es nur folgerichtig, Schöffen, also Bürgerinnen und Bürger, bei einem Prozess an der Urteilfindung zu beteiligen

Fachbereichsleiter Thomas Ruschin und Fachdienstleiterin Martina von Schaewen werben für das Schöffenamt. „Bis zum 31. März können sich Bürger, die sich für das Schöffenamt im Erwachsenenstrafrecht – am Amts- oder Landgericht – interessieren bei uns melden“, sagt von Schaewen. 

98 Ehrenamtler werden benötigt. Die Amtsperiode dauert fünf Jahre. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen in Lüdenscheid wohnen und am 1. Januar 2109 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt und deutsche Staatsangehörige sein.

 „Wir wählen sie aber letztlich nicht aus, sondern prüfen im Vorfeld nur die formalen Voraussetzungen. Dies geht dann auch durch den Rat, aber der Schöffenwahlausschuss am Amtsgericht entscheidet.“ 

Thomas Ruschin betont: „Es geht sozusagen um die Erdung der Rechtsfindung. Der juristische Sachverstand, gepaart mit der sozialen Kompetenz der Schöffen, sorgen für die Glaubhaftigkeit der Beweisführung in der Rechtsprechung.“ Wer sich für das Ehrenamt bewerbe, müsse dies daher ernsthaft wollen und sich seiner damit einhergehenden Verantwortung bewusst sein.

„Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Schöffen in erforderlichem Maß freizustellen“, fügt Martina von Schaewen hinzu. Ein Formular kann auf der Internetseite der Stadt oder unter www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

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