Anlieger der Versestraße wollen Raserei stoppen

Viele Kinder leben an der Versestraße, an der auch ihr Weg zur Schulbushaltestelle (im Hintergrund) verläuft. Ihre Eltern setzen sich für mehr Sicherheit ein.

LÜDENSCHEID ▪ „Auf der Versestraße zwischen Brüninghausen und Augustenthal wird zu sehr gerast. Die fahren hier teilweise bis zu 100 Stundenkilometer oder kommen viel zu schnell aus der Kurve.

Diese Raserei muss aufhören“, fordern Anlieger und haben rund 45 Unterschriften gesammelt. Sie haben Angst um ihre Kinder, die auf dem Weg zur Bushaltestelle auf einem schmalen Streifen entlang der Leitplanke gehen und die Versestraße in Höhe der Haltestelle überqueren müssen. Initiatorin Karina Mangels hat im Auftrag der Anwohner bereits den Landesbetrieb Straßenbau NRW angeschrieben, da es sich um eine Landesstraße handelt und nach einem ersten Versuch vor einigen Monaten erneut eindringlich auf die Gefahren hingewiesen: „In letzter Zeit haben sich in diesem Bereich mehrere Autounfälle ereignet, zum Glück nur mit Blechschäden. Meistens waren die Unfälle auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen.“ Erst kürzlich landete ein Pkw, der aus einer scharfen Rechtskurve getragen wurde, fast vor ihrem Haus unterhalb der Böschung. Das Unfallfoto leitete sie an SPD-Ratsherr Jens Voß weiter, dessen Partei die Problematik schon vor einigen Wochen im Bau- und Verkehrsausschuss vortrug. „Ich befürworte eine Reduzierung der Geschwindigkeit in diesem Bereich auf 50 Kilometer pro Stunde“, sagte Voß am Mittwoch. Eine von den Anwohnern geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h komme allerdings auf der Landstraße sicherlich nicht in Frage. Sowohl der Landesbetrieb als auch die Unfallkommission müssten zudem gehört werden.

Das ist auch der Tenor einer Stellungnahme der Stadt, die am Mittwoch in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses vorlag: Geschwindigkeitsmessungen auf der 1,4 Kilometer langen Strecke an mindestens drei unterschiedlichen Standorten seien noch nicht abgeschlossen. In der Ferienzeit hätten diese zu geringe Aussagekraft gehabt und seien daher noch nicht durchgeführt worden. „Nach Vorlage und Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen wird die Verkehrsabteilung diese im Bau- und Verkehrsausschuss bekannt geben sowie gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen vorstellen.“ Die Anwohner müssen sich also noch in Geduld üben.

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