Anja Kowski versteigert Kunstwerke fürs SOS-Kinderdorf

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Anja Kowski und die „Blumenwiese“.

Lüdenscheid - Anja Kowski braucht Platz. Raum für Gestaltung. Kaum eines ihrer Werke misst unter einem Quadratmeter. In ihrem Haus am Oenekinger Weg gibt es nur wenige Wände, die nicht mit einem großformatigen Kunstwerk behängt sind, gemalt im eigenen Atelier im Dachgeschoss.

„Meinem Chaos-Zimmer“, wie sie mit einem Augenzwinkern sagt. Im „ChaosZimmer“ unterm Dach entstanden in den letzten Wochen zwei Kunstwerke, mit denen die Lüdenscheider Malerin etwas ganz Besonderes vor hat. „Blumenwiese“ und „Poppies“ sollen meistbietend versteigert werden. Der Erlös geht an das SOS-Kinderdorf.

Warum gerade dorthin? „Ach, man kann für so vieles spenden, aber die liegen mir einfach am Herzen. Wann immer irgendwo etwas übrig bleibt, geb’ ich das dem Kinderdorf. Die leisten da tolle Arbeit.“ Und so setzte sich Anja Kowski an ihre Staffelei und malte – schwungvoll und großflächig. Das abstrakte „Poppies“ misst 95 mal 150 Zentimeter, die Blumenwiese – „Das ist eher kommerziell“ – ist 124 mal 110 Zentimeter groß. Platz wird also auch derjenige brauchen, der sich das eine oder andere Gemälde am Ende aufhängt.

Ab Mittwoch sind beide Bilder beim Online-Auktionshaus ebay eingestellt. Anja Kowski hofft auf einen möglichst hohen Ersteigerungserlös und wirbt bereits eifrig auf ihrer Facebook-Seite für die Aktion, von deren Erlös sie lediglich die Gebühren abziehen wird. Der Rest fließt ins Kinderdorf.

Intensiv begonnen mit der Malerei hat die Lüdenscheiderin Mitte der 90er-Jahre, um das Haus am Oenekinger Weg nach ihren Vorstellung zu gestalten. Auch die ersten Gemälde waren schon großformatige Farb- und Formenspiele. „Nach dem Eigenstudium verschiedener Techniken und Materialien bin ich heute sehr stolz, Bilder, so wie ich sie im Kopf habe, eins zu eins umsetzen zu können“, beschreibt die Künstlerin ihren Werdegang. Ihre Kunstwerke entstehen auf Leinwand, Holz oder Papier und mit Acrylfarben, manchmal farbenprächtig und dann wieder schwarzweiß. Mit Spachtelmasse, Sand, Papier oder Zeitungsausschnitten komplettiert sie die Vielfalt ihrer Werke, deren Rahmen sie selbst baut. Ihre Kunstwerke waren im Kleinen Prinzen zu sehen und in Altena, in der Sparkasse oder in verschiedenen Arztpraxen der Bergstadt. Bereits ein Jahr nach dem Beginn der Malerei, so sagt sie, habe sie bereits die erste Ausstellung präsentiert.

Der Entstehungsprozess von „Poppies“ und der „Blumenwiese“ ist in kleinen Filmsequenzen festgehalten. Im Internet sind diese zu finden unter der Adresse www.facebook.com/pages/Annies-Art. Dort findet sich ab Mittwoch auch der Link zum Auktionshaus, um für den guten Zweck entsprechend mitbieten zu können.

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