„Angst ist Teil unserer Lebenswirklichkeit“

LÜDENSCHEID ▪ Das, was die drei Referenten der ersten Abende der Gemeindetage unter dem Wort einte, war die Antwort auf die Fragen wohin mit Sehnsucht, Zweifel oder Angst: Zu Gott. Und doch hätten alle drei Abende kaum gegensätzlicher sein können. Nach dem sozialkritisch-theologischen Ansatz mit Peter Hahne folgten der mit persönlichen Erfahrungen durchsetzte Vortrag von Torsten Hebel und gestern die therapeutisch-seelsorgerische Antwort auf die Frage „Wohin mit meiner Angst?“

Friedhelm Grund lieferte aus seiner Erfahrung als Klinikseelsorger Definitionen verschiedener Angst-Begriffe. Dabei stellte er klar: „Angst ist Teil unserer Lebenswirklichkeit.“ Es gebe aber einen Unterschied zwischen einer gesunden Angst, die zur Vorsicht mahne, Leistungsbereitschaft wecke oder vor Fehlverhalten schütze, und einer ungesunden Angst, die einer Situation nicht angemessen sei, die ihren Auslöser überdauere oder ohne jegliche Bedrohung entstehe. Phobien, Zwangsstörungen oder Panikattacken gehörten zu den ungesunden Ängsten, die Grund bei Patienten erlebe. Die Therapie helfe, damit umzugehen. Oft sei das Fehlen von verlässlichen, tragfähigen Beziehungen, mitunter von Kindheit an, die Ursache für krankhafte Ängste. Der Seelsorger verwies auf die biblische Botschaft, die ermutige, zu Ängsten zu stehen, und folgerte: „Mit der Beziehung zu Gott kommt etwas Verlässliches, Tragfähiges in unser Leben.“ ▪ gör

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