Angst und Schrecken verbreitet

Lüdenscheider wegen Menschenraubes vor Gericht

LÜDENSCHEID ▪ Ab Freitag muss sich ein 27-jähriger Lüdenscheider vor der 9. Strafkammer des Hagener Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm räuberische Erpressung, erpresserischen Menschenraub und gefährliche Körperverletzung vor.

Nach Überzeugung der Ankläger steht fest: Der Beschuldigte hat in seinem Bekanntenkreis Angst und Schrecken verbreitet. Elfmal brachte er seine Opfer mit massiver Gewalt und wüsten Drohungen dazu, ihm Geld zu geben oder Handyverträge abzuschließen und ihm so neue Handys zu besorgen. Zwei seiner Bekannten soll der Angeklagte sogar drei Tage in seiner Wohnung eingesperrt und übel misshandelt haben. Wie es heißt, seien die beiden aus schierer Angst nicht geflohen. Von einem der Opfer soll der Angeklagte außerdem 10 000 Euro Schutzgeld verlangt haben.

Ein junger Mann wollte sich nach Erkenntnissen der Ermittler nicht mehr erpressen lassen sondern die Polizei einschalten. Darauf zerrte der Beschuldigte ihn mit Hilfe von Komplizen in den Keller einer Lüdenscheider Kneipe und schlug und trat ihn brutal zusammen. Einer der Mittäter ist noch auf der Flucht.

Der Prozess beginnt am Freitag um 9 Uhr und findet in Saal 247 des Landgerichtes Hagen statt.

omo

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