Angelsportler sorgen für saubere Volme

Auch die Jugendabteilung des Angelsportklubs „Petri Heil“ war bei der Volmereinigung vertreten.

LÜDENSCHEID ▪ Zweimal im Jahr rücken die Mitglieder des Angelsportklubs „Petri Heil“ zum Müllsammeln aus. Im Visier haben die Angelfreunde ihren Volme-Abschnitt, den sie als Pachtgewässer nutzen und der sich zwischen Oberbrügge und Oedenthaler Bach über eine Länge von rund 12 Kilometern erstreckt. „In manchen Jahren haben wir einen Zigarettenautomaten, Fahrräder, Matratzen und ein halbes Auto aus dem Flussbett gezogen“, berichtet Jugendwart Holger Fleer.

In mehreren Gruppen und mit Gummistiefeln, blauen Säcken und Handschuhen ausgestattet, nehmen sich die Petrijünger das Gewässer vor. Auch Schriftführer Thomas Schäfer watet durchs Flussbett und spürt dem Unrat nach. Eine erste Inventur fällt positiv aus. Neben ein paar Zigarettenschachteln und dem Teilstück eines Plastikkorbs findet sich nichts dramatisches. „Es ist ein gutes Jahr“, resümiert Thomas Schäfer. Die Zeit der ganz großen Umweltsünden sei eh vorbei. Auch die Wasserqualität habe sich in den vergangenen Jahren spürbar verbessert. „Früher gab es regelmäßig größere Fischsterben, wenn Industrieabfälle in die Volme gelangt sind“, so Schäfer.

Üblicherweise wird im heimischen Gewässer die Bachforelle geangelt. Der fleißigste Angler des Vereins konnte im vergangenen Jahr 25 Kilo verbuchen, der größte Fisch brachte es auf eine Länge von 65 Zentimetern, was einem Gewicht von 2,5 Kilo entspricht. Die Brüder Micha (12) und Philipp (11) Mundinger sind seit einem halbem Jahr im Verein. Was sie am Angelsport besonders fasziniert: Der so genannte Drill - der Kampf mit dem Fisch und die Nähe zur Natur.

Nachdem die Säcke gefüllt sind, fahren die Mitarbeiter der Stadtreinigung die Strecke ab und sammeln den Müll ein. Das ist mittlerweile ebenso zur Tradition geworden, wie das gemeinschaftliche Grillen aller Vereinsmitglieder im Anschuss an die Reinigung der Volme. „Nach ihrer Tour bekommen die Fahrer der Stadtreinigung ihre Bratwurst und wir lassen die Aktion gemeinschaftlich ausklingen“, so Holger Fleer.

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