„Das hat sich so ergeben“

Angelika Milster singt Freitagabend in der Christuskirche.

Lüdenscheid - Am Freitagabend stellt die Sängerin Angelika Milster gemeinsam mit dem Pianisten Jürgen Grimm ab 19.30 Uhr in der Christuskirche ihr Programm „Begegnungen – Musical trifft Klassik“ vor. Im Vorfeld des Konzertes sprach Ulf Schwager mit der Sängerin.

Suchen Sie ihren Geburtsort Neustrelitz (Mecklenburg) von Zeit zu Zeit auf?

Angelika Milster: Ich habe in der Kirche, in der meine Eltern geheiratet haben und ich getauft wurde, schon vor vielen Jahren gesungen, durfte mich ins Goldene Buch eintragen, bin Ehrenbürgerin und habe erst vor wenigen Monaten wieder einmal dort gesungen.

Sie verfügen künstlerisch über ein wahrlich breites Spektrum. Was macht da mehr Spaß?

Angelika Milster: Daran verschwende ich keine Gedanken. Ich habe immer Freude an der Arbeit, liebe die Kunst, bin neugierig. Wenn ich keine Freude an etwas habe, dann bleibe ich zu Hause, setze mich aufs Sofa und esse Pralinen.

Sie waren einige Zeit in Wien, haben Sie da Berührungspunkte mit Helmut Qualtinger gehabt?

Angelika Milster: Schon in Hamburg, als er im Thalia-Theater den Dorfrichter Adam in Kleists „Der zerbrochene Krug“ gab, bis ich ihm als junge Schauspielerin begegnet. Die erste Begegnung war in der Kantine. „Setz dich her“, rief er mir zu, und ich hatte gewaltiges Herzklopfen als ich mich an seinen Tisch setzte. Ich aß mein Würstchen, und er trank seinen Schoppen. Qualtinger wies meist einen mürrischen Gesichtsausdruck auf, in seinen Augen aber blitzte der Charme. Er war sehr belesen, und ich habe viel von ihm gelernt.

Gewachsener oder wiederentdeckter Glaube oder akustische Verhältnisse, was führte zu den Kirchenkonzerten?

Angelika Milster: Das hat sich einfach so ergeben. Ich wollte ein Weihnachtsprogramm mit deutschen Liedern ausprobieren. Dabei hieß es plötzlich, dass die Kirche erst im September frei sei. Also haben wir das Programm geändert, den klassischen Bereich, geistliche Lieder, Musical und Chanson verbunden. Für mich ist dabei wichtig, dass die Texte so respektvoll sind, dass man das in der Kirche vertreten kann. Dabei ist klar, dass ich nicht mit klassischer Stimme, sondern in meiner Art singe.

Was haben Sie öffentlich noch nie gesungen, würden es aber gerne tun?

Angelika Milster: Eine Rolle spielen. Die der Norma Desmond, einer Frau, die mit dem Alter nicht fertig wird, in dem Musical Sunset Boulevard.

Wen bewundern Sie?

Martin Luther King. Ich liebe Menschen, die sich selbstlos für andere einsetzen.

Eintrittskarten für das Konzert mit Angelika Milster gibt es noch für 29 Euro (gegebenenfalls plus Gebühr) im Vorverkauf im Ticketshop der Lüdenscheider Nachrichten an der Schillerstraße, in der Christus-Kirchengemeinde. An der Abendkasse kosten die Tickets 32 Euro. Einlass ist ab 18.30 Uhr, dann öffnet auch die Abendkasse.

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