Verwaltung antwortet auf Anfrage von SPD-Ratsherr Güner Cebir

Bräuckenkreuz: Kreisverkehr bringe keine Entlastung

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Gerade morgens und abends staut sich der Verkehr am Bräuckenkreuz. SPD-Ratsherr Günter Cebir schlägt Änderungen vor, um für Entlastung zu sorgen. Doch das ist schwierig.

Lüdenscheid - Über die sehr angespannte Verkehrssituation gerade morgens und abends auf der Bräuckenkreuzung hat sich SPD-Ratsherr Güner Cebir Gedanken gemacht. In einer Anfrage an die Verwaltung regte er an, über die Einrichtung eines Kreisverkehrs nachzudenken oder die Verkehrsregulierung zu ändern. Beides aber ist laut dem Fachdienst für Stadtplanung und Verkehr nicht unproblematisch.

Durch einen Kreisel sei am Bräucken keine Verbesserung der Verkehrsqualität zu erzielen, heißt es in der Antwort. Dies sei in der Vergangenheit auch durch externe Verkehrsgutachter bestätigt worden. 

Problem des Ausmaßes

„Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke liegt am Bräuckenkreuz bei mehr als 32 000 Fahrzeugen. Bei diesen Verkehrsstärken kommen selbst zweistreifig befahrbare Kreisverkehre mit einem Außendurchmesser von bis zu 60 Metern an ihre Leistungsgrenzen.“ Ein Problem sei auch das Ausmaß: Die Anlage eines derartigen Kreisverkehrs werde großflächig die Grünfläche zwischen Hoch- und Talstraße in Anspruch nehmen sowie die Stellplatzfläche im Bereich der gegenüberliegenden Schlachthausstraße. Auch die große Bedeutung für den Bus- und Fußgängerverkehr spreche gegen einen Kreisverkehr. Bushaltestellen müssten verlegt werden, Fußgänger weitere Wege gehen.

Andere Ampelschaltung vorgeschlagen

Güner Cebir schlägt auch vor, die Ampelschaltung zu verändern, um das Rechtsabbiegen zu erleichtern. „Während die Linksabbieger, die von der Herscheider Landstraße kommen und in die Talstraße Richtung Brügge abbiegen und ebenso die Linksabbieger, die stadtauswärts in die Bräuckenstraße Richtung Werdohl abbiegen, eine Grünphase haben, steht der Verkehr der beiden Rechtsabbiegespuren auf der Tal- und Bräuckenstraße still. Bei hohem Verkehrsaufkommen staut es sich nicht nur auf diesen Spuren, sondern auch auf der Geradeaus- und Linksabiegespur.“

Neuplanung für 2017 vorgesehen

Der Fachdienst antwortet, der Umfang der hierdurch gewonnen Freigabezeit hänge sehr von der nachfolgenden Phase ab, die bei der verkehrsabhängigen Steuerung variieren könne. Der Rechtsabbieger von der Talstraße in die Herscheider Landstraße könne bei der aktuellen Fahrspuraufteilung nicht freigegeben werden, da dort kein separater Rechtsabbiegestreifen vorliege. Beide Aspekte würden aber in die Überplanung der Signalanlage, die 2017 vorgesehen sei, eingebracht.

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