STL-Bilanz: Dieser Winter war "unterdurchschnittlich"

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Salzreste kleben nur noch an dem Netz über dem ansonsten leeren Auflieger. Der Winter ist vorbei, der STL-Winterdienst damit ebenfalls. Fahrzeuge werden gereinigt und umgerüstet.

Lüdenscheid - Die Fahrzeuge sind schon größtenteils umgerüstet, Schneeschieber abmontiert, Streuteller hochgeklappt. Die Winterdienst-Saison beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) ist beendet. Salzreste zeugen noch vom Winter, der „unterdurchschnittlich“ war.

So beurteilen Andreas Fritz, stellvertretender STL-Werkleiter und Einsatzleiter Frank Wiemer den Winter 2014/15. „Wir haben kaum Schnee abfahren müssen, denn riesige Schneefälle hat’s nicht gegeben.“ Ein etwas strengerer Winter als 2013/14, beschreiben sie die Phase zwischen Mitte November und Mitte April, die als Winterdienst-Zeit gilt. Das macht sich auch am Salzverbrauch fest. In diesem Winter waren es 2500 Tonnen, in der Saison zuvor mal gerade 900 Tonnen. Die Dimensionen werden in einem weiteren Vergleich deutlich: Im Schnitt verbrauchen die Einsatzkräfte des STL pro Winter zwischen 3500 und 4000 Tonnen Salz. 2009/10, als sich das kalte Wetter und der Schnee über Monate hielten, waren es mehr als 7000 Tonnen. Das Lager war damals zwischendurch leer. Bundesweit gab es Probleme beim Nachschub. Jetzt liegt noch ein nicht unbeträchtlicher Rest auf dem STL-Gelände am Fuhrpark.

Der intensivste Wintermonat war der Februar, haben Andreas Fritz und Frank Wiemer festgehalten. Über die gesamte Saison hat der STL 26 Volleinsätze gefahren. Dann waren alle etwa 75 Mitarbeiter unterwegs, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Hinzu kommen 69 Einsätze, die nicht das gesamte Team forderten, weil es aufgrund unterschiedlicher Lagen nur in bestimmten Bereichen des Stadtgebiets gefordert war.

Trotz ständiger Beobachtung der Wetterlage und der Bereitschaft der Einsatzleiter ließen sich Engpässe nicht vermeiden, zum Beispiel als die Temperaturen exakt zum Arbeitsbeginn anzogen, Schneefall einsetzte und die STL-Mannschaft nicht sofort überall sein konnte. Der Busverkehr musste an einem Tag in den Osterferien eingestellt werden. „Ein unglücklicher Zeitpunkt.“

Der STL ist für rund 320 Straßenkilometer und 660 Kilometer Gehwege, inklusive Verbindungswege zuständig.

Von Martin Messy

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