200.000 Euro Investition: „Filmpalast vom Feinsten"

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André Lubba päsentiert vor dem aufgerüsteten Projektor den Umbauplan für den Saal des Filmpalastes.

LÜDENSCHEID - Er will sein Kino dauerhaft zu einer unverwechselbaren Marke machen: „Der Name Filmpalast muss Programm sein“, sagt André Lubba und kündigt Investitionen in Höhe von rund 200.000 Euro in Umbau und Technik an.

Die technische Aufrüstung hat der 39-Jährige bereits vollzogen: die Installation des Filmformates Hight Frame Rate (HFR), das eine doppelt so hohe Bildwiederholfrequenz bietet wie der bisherige Standard. „Statt 24 Bilder pro Sekunde sind 48 möglich. Das ist der derzeit höchste Stand der Technik, der im 3-D-Bereich möglich ist. Alles wirkt noch realer und wird gestochen scharf“, ist André Lubba begeistert.

Der zweite Teil des „Kleinen Hobbit“, der Mitte Dezember anläuft, ist bereits auf diese Technik ausgerichtet und kommt daher im Filmpalast voll zur Geltung. Erst der nächste „Avatar“-Film, der Mitte 2014 anlaufen soll, besticht ebenfalls durch die HFR-Auflösung. Und dafür ist Lubba mit der Anschaffung eines neuen Servers, einer Grafikkarte, die im Projektor steckt und deren Daten darüber weiterverarbeitet werden, bestens ausgerüstet.

Neben der Investition in die Technik wird der Filmpalast aber auch neu ausgestattet. Vor dem Logenbereich will der Lüdenscheider neun bequeme Liegen installieren, die eine Länge von zwei Metern und eine Breite von 95 Zentimetern haben. Im ersten Bauabschnitt werden sie voraussichtlich im Februar aufgestellt. Der Betrieb läuft weiter. Der Gesamtumbau folgt im Juni.

„Dann muss ich schließen. Zu der Zeit ist Fußball-WM, in der erfahrungsgemäß der Kino-Besuch nachlässt.“ Dann wird an der linken und rechten Wand jeweils eine Seitenloge mit maximal sieben Plätzen entstehen. Auch ein kleiner Kühlschrank und Tischchen werden dort untergebracht sein. „Wer will, kann für ein gemeinsames Kino-Erlebnis die komplette Seitenloge buchen.“

Der Mittelgang entfällt, auch bis nach vorn wird nach und nach die Bestuhlung erneuert. Die Anzahl der Plätze sinkt durch den Umbau um 100 auf dann 210. „Aber die sind alle vom Feinsten“, verspricht André Lubba. Auch Wände, Decken, Lampen und Teppiche werden erneuert. Eine Mischung aus dem Flair der 70er Jahre und hochmodernem Ambiente soll die Zukunft des Filmpalast prägen. „Das wird etwas ganz Besonderes.“

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