Unkraut wuchert: André Korte setzt auf Eigeninitiative

André Korte und sein Sohn Louis vor dem Beet, das dank ihres Einsatzes jetzt wieder gepflegt aussieht.

LÜDENSCHEID ▪ André Korte ist nicht der Typ, der die Hände in den Schoß legt. Deshalb hat der 36-jährige Familienvater auch das städtische Straßenbeet vor seinem Haus an der Straße Am Hilgenhaus, das mit hohem Unkraut zugewuchert war, selbst auf Vordermann gebracht.

Rund fünf Stunden hat er geschnitten und gerupft, bis er Grund in die Fläche bekommen hat, dann pflanzte er einige Ableger aus dem eigenen Garten aufs Beet, drapierte einige Steine drumherum, und jetzt kann sich das Beet wieder blicken lassen. In der Stadtteilkonferenz Kalve/Wefelshohl und als Mitglied des Fördervereins des Familizentrums „effzett“ brachte er das Thema schon auf den Tisch, sprach auch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas, der sein Engagement lobte. „Ich habe auch mit STL-Chef Heino Lange gesprochen. Dort sitzt keiner auf dem Geld. Die Kasse ist leer. Deshalb hilft kein Jammern und Schimpfen“, ist André Korte überzeugt.

Gern würde er über seinen Einsatz hinaus ein Netzwerk schaffen, in dem sich mehr Leute finden, die sich für die Pflege ihres Umfeldes engagieren. „Ich könnte mir vorstellen, das organisatorisch zu unterfüttern, zum Beispiel Material wie Erde, Pflanzen und Werkzeug über Sponsoren zu besorgen.“ Bündeln könne man dies über den Förderverein, überlegt er. Klar ist jedenfalls: André Kortes Einsatz für das Beet vor seinem Haus soll nur ein Startschuss oder ein Weckruf für weitere Aktionen sein.

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