„Andando“: Wieder Schuhe an Traditionsstandort

Neuer Anlaufpunkt und Hingucker in der Oberstadt: Im Eckgebäude Engelbert-Platz gibt’s jetzt Schuhe bei „Andando“.

LÜDENSCHEID ▪ Da geht’s Häusern wie Menschen: Ab und an tut eine modische Runderneuerung gut, verleiht mehr Selbstbewusstsein, und die neue, positive Ausstrahlung wirkt auch auf die Umgebung.

Als vor wenigen Tagen das Haus Wilhelmstraße 45 aus der Umkleidekabine blickte – die Baugerüste waren nach einem dreiviertel Jahr Umbauzeit verschwunden – da hatte die Oberstadt einen neuen Hingucker. Die Lüdenscheider Architektin Dipl.-Ing. Vanessa Cornelius (Planconcept) hat den Charakter des Gebäudes verändert, indem sie das verschachtelte Erdgeschoss auf Grundlage alter Umbaupläne von 1905 geöffnet, licht und einladend gestaltet hat. Dezent farblich abgesetzt, präsentiert sich die Fassade nun aufgeräumt – passender Rahmen für hochwertige Schuhe. Hier bietet Jemima Kurz auf rund 140 Quadratmetern unter dem Namen „Andando“ Schuhe für Damen (Größe 33 bis 44) und Herren an. Ein zweites Schuhgeschäft hat sie mit ihrem Mann Christian in Altena. Am Samstag feierte das Paar mit der Bauherren-Familie, Nachbarn, Freunden, Geschäftspartnern und am Umbau Beteiligten Eröffnung am Schuhtraditionsstandort Wilhelmstraße.

„Die Stadt ist auch ganz begeistert von der Umgestaltung. Wir lagen damit voll im Trend“, freut sich Christa Püschel. Ihr Großvater hatte das Haus einst erworben. Ursprünglich waren Deitenbecks „Waffen, Munition, Solinger Stahlwaren“ in der Nachbarschaft ansässig gewesen. Doch die Umstände führten zum Kauf der Nr. 45, wo es schon ein Salamander-Schuhgeschäft gab. Das Haus blieb in Familienbesitz, war nie eine Schönheit, erfüllte aber seinen Zweck. Längerer Leerstand erforderte schließlich eine Entscheidung. „Wir renovieren“, beschloss Familie Püschel – und hofft, dass andere Eigentümer ähnliches Verantwortungsgefühl für ihre Immobilie und letztlich für die Stadt entwickeln, indem sie nicht nur auf Maximalmieten setzen, sondern auf Vielfalt und Individuelles. „Jetzt gefällt’s mir“, zeigt sich Christa Püschel endlich versöhnt mit ihrem Haus.

Statt „noch so’n Klüngelladen“ als Mieter zu nehmen, freuen sich Püschels über „sehr motivierte junge Leute“, die mit hochwertigen, modischen Schuhen ein Angebot machten, das es, so Jemima Kurz, „in Lüdenscheid so nicht gibt“. Unter anderem fertigt eine spanische Manufaktur Eigenentwürfe mit ihrem Vornamen als Markenname: „Jemima“.

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