Nach Hochwasser

Amtshilfe in Altena: Lüdenscheider Bürgeramt schränkt Service ein

Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt
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Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt

Besuche im Bürgeramt sind ab sofort nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Davon ausgenommen ist die Abholung von Pass- und Ausweisdokumenten. Die Stadt Lüdenscheid begründet nach eigenen Angaben die Rückkehr zu dieser Regelung damit, dass die schwer von der Hochwasser-Katastrophe getroffene Nachbarkommune Altena dringend auf personelle Unterstützung angewiesen sei.

„Die Stadtverwaltung in Altena hat alle Hände voll zu tun, um den Menschen vor Ort zu helfen. Der Arbeitsaufwand im dortigen Rathaus ist gerade enorm und kaum zu leisten“, sagt Stefan Frenz, der das Bürgeramt in Lüdenscheid leitet. „Deshalb haben uns die Kolleginnen und Kollegen um Amtshilfe gebeten. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir in einer solchen Notsituation mit anpacken und unsere Nachbarkommune personell unterstützen.“

Die Nachbarschaftshilfe führt dazu, dass Lüdenscheider Bürgerinnen und Bürger für ihren Besuch im Bürgeramt wieder vorab einen Termin vereinbaren müssen. Das ist über die Online-Terminvergabe auf der Homepage der Stadt Lüdenscheid unter https://www.luedenscheid.de/termin/ möglich. Telefonisch ist das Bürgeramt unter der Rufnummer 02351/17-1666 zu erreichen. Außerdem können E-Mails an buergeramt@luedenscheid.de geschickt werden.

„Auch wenn mit der Umstellung spontane Besuche des Lüdenscheider Bürgeramtes vorerst nicht mehr möglich sind, hoffen wir doch auf das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für diese Maßnahme“, sagt Frenz. Für Terminkunden sieht er den Vorteil, dass „in der Regel keine langen Wartezeiten anfallen“.

Darüber hinaus weist der Chef des Bürgeramtes darauf hin, dass viele Dienstleistungen auch online und über mobile Endgeräte im Bereich „Serviceportal“ auf der städtischen Webseite unter https://portal.luedenscheid.de/services verfügbar sind. Und: Fertiggestellte Dokumente wie etwa Reisepässe oder Personalausweise können weiterhin spontan und ohne vorherige Anmeldung am Kurzkontaktschalter abgeholt werden.

Bei der Regelung mit der Terminvereinbarung wird es voraussichtlich bis in den Herbst hinein bleiben. Im August beginnen nämlich die konkreten Vorbereitungen auf die Bundestagswahl am 26. September. Hier ist das Bürgeramt dann als Wahlamt gefordert.

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