Amtsgericht: Wüste Beleidigung bestritten

Lüdenscheid - Schrotthändler war er mal, jetzt fristet der 53-Jährige als Hartz-IV-Empfänger sein Dasein. Und eine Anklage hat er auch am Hals. Höchst unflätig soll er am 25. Januar an der Schützenstraße eine Frau beleidigt haben. Mit Worten, die dem Oberamtsanwalt nicht leicht über die Lippen gehen.

Doch der Mann streitet alles ab. Er habe die Frau nicht beleidigt, sagt er zu Strafrichter Thomas Kabus. Eher anders herum. „Die hat mich angegriffen.“ Über den Ursprung des Streits ergeht sich der Angeklagte nebulös. Er erzählt, er kenne den Onkel der Frau, und er habe immer mal wieder Geld an ihn überwiesen. Ob er Briefe aus ihrem Briefkasten gezogen und zerrissen habe. „Nein!“ Die Frage, in welcher Sprache der Streit ausgetragen wurde, sagt er: „Weiß nicht mehr, türkisch oder bulgarisch, ich kann beides“.

Die Zeugin wird hereingerufen. Ihre ersten hektischen Worte lauten „Nix verstehen“. Aus einer Akte geht hervor, dass sie und der Angeklagte sich im März erneut gegenseitig wegen Beleidigung und Körperverletzung angezeigt haben. Das Verfahren wird eingestellt. „Wohl eher ein Nachbarschaftsstreit“, so der Richter.

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