Uhrendieb vor Gericht: Auf Flucht Spritzen verloren

LÜDENSCHEID ▪ Uhrendiebstähle scheinen ein Klassiker aus der Hochzeit des Taschendiebstahls zu sein. Doch wertvolle Uhren lassen sich auch aus einem entsprechenden Fachgeschäft entwenden, und mit einem solchen Fall hat derzeit das Amtsgericht Lüdenscheid zu tun. Vor dem Schöffengericht muss sich ein 36-Jähriger verantworten, der am 26. September 2011 wertvolle Uhren aus einem Geschäft im Stern-Center gestohlen haben soll – und zwar gleich zweimal innerhalb weniger Stunden.

Ein Mitarbeiter des Geschäftes berichtete von dem Diebstahl, bei dem die Uhren beide Male von innen aus dem Schaufenster gestohlen wurden. „Es waren mehrere Uhren weg.“ Er zeigte sich im Zeugenstand weitgehend sicher, dass der Angeklagte identisch war mit jenem Mann, der am Tag der Diebstähle bei der anschließenden Flucht ausrutschte und dabei eine Tüte mit einer Sonnenbrille und Spritzen zurückließ, die auf einen drogensüchtigen Täter schließen ließen. Er selbst entkam allerdings zunächst.

Weil die Frage nach einem möglichen Geständnis des Angeklagten im Laufe der Gerichtsverhandlung immer mehr in Form eines Basargesprächs beantwortet wurde, ordnete Richter Thomas Kabus schließlich eine Untersuchung der gefundenen Gegenstände auf DNA-Spuren an, um die Frage nach der Täterschaft des Angeklagten am nächsten Verhandlungstag eindeutig beantworten zu können.

Der einschlägig vorbestrafte 36-Jährige verbüßt derzeit eine zweijährige Haftstrafe wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, Gefährdung des Straßenverkehrs und der Verwendung eines gestohlenen Kraftfahrzeug-Kennzeichens. Bei der Verhandlung wegen der gestohlenen Uhren steht eine Erhöhung dieser Haftstrafe um „drei bis vier Monate“ auf dem Spiel.

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