Ampelkoalition will neuen Spielplatz im Stadtgarten

Im Kulturhausgarten zwischen dem Zeitungsleser und dem Bolzplatz soll ein neuer Innenstadt-Spielplatz entstehen.

LÜDENSCHEID - Das erwartete „Ja“ zum Umzug des Kinderschutzbundes in die für 270 000 Euro zu sanierende Umkleide am Jahnplatz – und ein unerwarteter, weil neuer Vorschlag für einen Spielplatz im Kulturhausgarten: Das sind zwei Eckpfeiler der Vorschlagsliste, die SPD, FDP und Grüne gestern zur Verwendung der 890 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II vorlegten.

Im Stadtrat am Montag soll die Liste als Antrag der Ampel-Ratsmehrheit eingebracht werden; sie hat somit alle Chancen auf Umsetzung. „Wir haben eine gute Mischung hingekriegt, die unsere Prioritäten für die Konjunkturgelder abbildet – also Jugend, Familie und Bildung“, zeigten sich Ingo Diller (SPD), Jens Holzrichter (FDP) und Hermann Morisse (Grüne) bei der Vorstellung des Papiers überzeugt.

Der neue Spielplatz soll für 100 000 Euro gebaut werden. Gestrichen hat die Ampelkoalition dafür die 60 000 Euro, die in der Vorschlagsliste der Stadtverwaltung für die Sanierung des Spiel-Areals im schräg gegenüber liegenden Brighouse-Park am Sauerfeld vorgesehen waren. „Dieser Platz ist für Kinder zu abgelegen und wird weniger angenommen, zumal dafür das Sauerfeld über- oder unterquert werden muss“, begründete Morisse.

Weitere 237 000 Euro sollen zur Sanierung von Plätzen oder für das Aufstellen von Geräten „bei entsprechenden Spielplätzen mit Bolzplatz“ ausgegeben werden. Damit würde das Budget für Spielplätze gegenüber dem Rathaus-Papier von 215- auf 337 000 Euro aufgestockt. Laut Diller sind dabei auch Spielgeräte für den Rosengarten vorgesehen.

Weitere große Batzen im Konjunkturpaket der Ampel sind die Sporthallen des Bergstadt-Gymnasiums (155 000 Euro) sowie der Richard-Schirrmann-Realschule, wo für 53 000 die Glasbausteine ersetzt würden. Am BGL ist in der Summe kein Kombi-Boden fürs Inline-Skaterhockey enthalten – „der soll 2011 aus der Schulpauschale bezahlt werden“, sagte Holzrichter. Neben neuen Fenstern und Türen solle jetzt vor allem die Einrichtung von Verkaufstheke und Besucher-WC‘s die Möglichkeiten der Vereine verbessern, sich im Gastro-Bereich Einnahmen zu verschaffen. Dies würde nicht dem Sinn und Zweck der Schulpauschale entsprechen.

Für 40 000 Euro will die Ampel zwei von fünf vorgeschlagenen Bushaltestellen barrierefrei machen – und zwar am Klinikum Hellersen in beide Richtungen. Hier werden die Bordsteine fürs Zusteigen auf ganzer Buslänge angehoben.

Die Musikschule soll einen barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss erhalten – für 10 000 Euro. Und: Für 11 000 Euro soll die Behindertentoilette im Kulturhaus saniert werden. 13 300 Euro soll schließlich der Bürgerverein Lenneteich erhalten, um im Bürgerhaus eine Fußbodenheizung einzubauen.

Das Projekt eines Mehrgenerationenspielplatzes am Jahnplatz sei zwar am Bürgerentscheid gescheitert, für die Ampel waren damit aber „die Pflöcke stadtzentraler Angebote für Kinder und Jugendliche eingeschlagen“, sagte Diller. Der Jahnplatz sei allerdings nicht mehr Inhalt des Konjunkturpakets. „Wenn die Verwaltung dazu keine brauchbaren Vorschläge macht und das Ganze am Ende zu einer eingezäunten Wiese führen sollte, werden wir noch einmal auf die Bürgerinitiative zugehen.“

Herausgefallen aus dem Paket der Ampel sind ein neuer Asphalt für die Lennestraße, Fenster-Erneuerungen für vier Feuerwehr-Gerätehäuser, die Straßenbeleuchtung, die Sanierung des Jugendraums am Nattenberg, die Ausstattung von Kunstrasenplätzen und der weitere Einbau behindertengerechter Türen im Rathaus.

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