Ampel-Provisorium an A 45 ist Pendlern und Firmen seit Jahren Dorn im Auge

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Die provisorische Ampelanlage auf der Brunscheider Straße in Höhe der Anschlussstelle Lüdenscheid wird bis auf Weiteres bestehen bleiben.

Lüdenscheid - Seit mehreren Jahren wird der Verkehr auf der L 655 (Brunscheider Straße) in Höhe des Autobahnzubringers Lüdenscheid-Mitte durch eine provisorische Ampelanlage geregelt – zum Leidwesen vieler Autofahrer.

 Und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern: Wie aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas an die Landesregierung hervorgeht, können derzeit „keine belastbaren Aussagen zum Zeitplan gemacht werden“, denn: Die Erneuerung der Ampelanlage hängt mit dem sechsstreifigen Ausbau der A 45 in diesem Bereich zusammen. Und dafür laufen derzeit die Planungen für die Baurechtschaffung, heißt es weiter.

Zum Hintergrund: Die Stadt Lüdenscheid und das Gewerbegebiet Rosmart sind über die Anschlussstelle 14 (Lüdenscheid) an die BAB 45 angeschlossen. Die Anbindung über die Brunscheider Straße (L 655) ist sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch die heimische Wirtschaft von großer Bedeutung, schreibt Dudas in seiner Anfrage, die er bereits vor drei Jahren in ähnlicher Form gestellt hatte. Damals hatte die Landesregierung einen groben Zeitplan skizziert, nach dem erst ab dem Jahr 2023 bis 2025 mit einer Baudurchführung zu rechnen ist. „Der lange Zeitrahmen war bereits damals nicht akzeptabel für all diejenigen, die tagtäglich in dem Bereich im Stau stehen und als Unternehmen im Gewerbegebiet auf einen zügigen Verkehrsfluss angewiesen sind“, schreibt Dudas weiter und erneuerte sein Anfrage – in der Hoffnung, dass das Planungsverfahren schneller realisiert werden kann. Folgende Antworten gab es aus dem Landesverkehrsministerium:

Wie ist der aktuelle Sachstand des geplanten Umbaus der L 655 im Bereich der Anschlussstelle 14 zur BAB 45 in Lüdenscheid?

Im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 45 wird die Anschlussstelle „Lüdenscheid“ inklusive der Kreuzungen der Anschlussäste mit der L 655 umgestaltet und den verkehrlichen Bedürfnissen angepasst. Derzeit finden Planungen und Vorbereitungen für die Baurechtsschaffung zur Umgestaltung der Anschlussstelle statt, heißt es.

Wurde der in der Beantwortung der Kleinen Anfrage im Jahr 2017 mitgeteilte Zeitplan bislang eingehalten?

Aus der fortgeschrittenen Planung für den sechsstreifigen Ausbau der A 45 ergibt sich die Notwendigkeit, die ursprünglichen Konzeptionen der zu überführenden L 655 grundlegend umzugestalten. Da sich der Ausbau der A 45 in den Streckenabschnitten noch in einem frühen Planungsstadium befindet, hat sich der ursprünglich auf die L 655 abgestimmte Verfahrensablauf verschoben.

Wie ist der aktuelle Zeitplan?

Der aktuelle Zeitplan zum Umbau der L 655 richtet sich zwingend nach den Dispositionen für Planung und Baudurchführung der A 45 im Bereich Lüdenscheid. Vor Abschluss des Planfeststellungsverfahrens können keine belastbaren Aussagen zum Zeitplan beider Maßnahmen getroffen werden.

Und wie wird die Landesregierung dafür Sorge tragen, dass die weiterhin problematische Verkehrssituation aufgrund der provisorischen Ampelanlage sich nicht weiter zu Lasten von Wirtschaft und Beschäftigten verzögert?

Der Landesregierung ist die verkehrliche Situation im Bereich der Anschlussstelle bekannt. Daher wurde die Signalsteuerung der Lichtsignalanlage im Anschlussstellenbereich im Jahr 2018 überarbeitet und neu eingespielt. Damit sind nach derzeitigem Stand der Technik alle signaltechnischen Möglichkeiten zur Optimierung der Verkehrsabläufe an der Anschlussstelle Lüdenscheid ausgeschöpft. Eine weitere Optimierung beziehungsweise Entlastung kann nur durch den geplanten verkehrsgerechten Ausbau der L 655 erzielt werden. Sollten sich durch technische Entwicklungen weitere Möglichkeiten zur Optimierung der Lichtsignalanlage bieten, werden diese selbstverständlich zur Verbesserung der Situation genutzt werden, heißt es in der Beantwortung abschließend.

„Natürlich stellt mich die Antwort nicht ganz zufrieden, aber sie ist nachvollziehbar und schlüssig“, machte Dudas auf Nachfrage deutlich. Auch in seinen Augen mache es keinen Sinn, die Maßnahme zur Erneuerung der Ampelanlage dem Ausbau der Autobahn vorzuziehen. „Jetzt müssen wir uns einfach noch weiter gedulden.“

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