Erster Schritt auf dem Weg zurück in den Normalbetrieb

Ambulanzen im Klinikum Lüdenscheid werden „covid-19-sicher“ gemacht

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Das Besuchsverbot gilt weiterhin. Patienten werden vor der Aufnahme auf das Coronavirus getestet.

Lüdenscheid – Nach der Genehmigung des Öffnungskonzepts durch das Kreisgesundheitsamt in der Vorwoche setzen die Märkischen Kliniken ihren Zehn-Punkte-Plan nun Schritt für Schritt um.

Am Wochenende wurde damit begonnen, Patienten aus den Non-Covid-19-Bereichen auf die Kernstationen zurückzuverlegen. „Damit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um weitere Patienten aufzunehmen“, heißt es in einer Mitteilung an die Mitarbeiter.

Um möglichst viele Covid-19-Patienten behandeln zu können, waren zu Beginn der Pandemie das Klinikum Lüdenscheid und auch die Stadtklinik Werdohl in den „Corona-Betrieb“ gewechselt. Planbare Operationen mussten ausgesetzt werden, die Kliniken erließen ein strenges Besuchsverbot. 

In den Häusern wurde ein eigener Bereich für die Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichtet und abgetrennt. Bettenkapazitäten der anderen Stationen wurden dafür zusammengelegt. Nun kehren die heimischen Krankenhäuser schrittweise in den „Vor-Corona-Betrieb“ zurück – wobei bis zu 30 Prozent der Kapazitäten weiterhin für Covid-19 vorgehalten werden müssen.

Erste Maßnahme auf dem Weg zurück in die Normalität: Die Ambulanzen sind seit Anfang des Monats wieder geöffnet. Voraussetzung dafür war die strikte Trennung von Corona-Erkrankten und Non-Covid-19-Patienten. Um dabei ganz sicherzugehen, werden alle Patienten schon vor dem eigentlichen Klinikaufenthalt abgestrichen und auf eine Coronavirus-Infektion getestet. 

Erst wenn ein negatives Ergebnis vorliegt, dürfen die Patienten stationär aufgenommen oder ambulant behandelt werden. Am Tag der planbaren Operation selbst erfolgt eine zweite Testung. Akute Notfälle werden vor der stationären Aufnahme ebenfalls getestet. In den Kliniken gilt eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz. 

In den Ambulanzen und auf den Stationen wird ab sofort das Angebot an Desinfektionsmitteln wieder ausgeweitet, nachdem es wegen Diebstählen zwischenzeitlich zurückgefahren worden war. Zudem werden die Ambulanzen mit Abstandsmarkierungen und Absperrungen „covid-19-sicher“ gemacht. Nach ersten Erfahrungen in der Dermatologie wird derzeit auch die Einrichtung weiterer Videosprechstunden geprüft. 

Alle Infos im Corona-Newsticker für den Märkischen Kreis

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