Amalie-Sieveking-Haus: Lob für Team-Leistung

Einrichtungsleiter Udo Terschanski, Stellvertreterin Sabine Große (links) und einige Vertreterinnen des insgesamt 49-köpfigen Teams des Amalie-Sieveking-Hauses: Alle freuen sich über die sehr gute Benotung durch den Medizinischen Dienst.

LÜDENSCHEID ▪ „Der schwierige Spagat zwischen notwendiger Bürokratie und fürsorglicher Betreuung und Pflege unserer Bewohner ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz deutlich gelungen.“

Udo Terschanski, Leiter des Amalie-Sieveking-Hauses, gibt die sehr gute Benotung der Einrichtung an der Sedanstraße durch den Medizinischen Dienst (wir berichteten) gleich an sein Pflegeteam, aber auch die Hauswirtschafts- und Reinigungskräfte weiter. „Es ist nicht einfach, die Pflegeplanung und -steuerung sowie die menschliche Zuwendung für die Bewohner in Einklang zu bringen“, betont Terschanski. Mit der Note 1,1 liegt das Altenheim noch um 0,5 Punkte unter dem Landesdurchschnitt.

Sehr intensive Schulungen und Fortbildungen bildeten im vergangenen Jahr die Grundlage für die hervorragende Benotung. „Alle haben einen sehr hohen persönlichen Einsatz gezeigt.“ Seine Stellvertreterin, Schwester Sabine Große, hebt den engen Kontakt zu den Angehörigen hervor und die Rufbereitschaft am Wochenende: „Wir nehmen auch dann Bewohner auf.“ Zuletzt sei die Aufnahme nach einem familiären Notfall innerhalb von nur zwei Stunden ermöglicht worden.

Höflichkeit, Respekt und Freundlichkeit gegenüber den zurzeit 47 Bewohnerinnen und Bewohnern – 52 Plätze stehen zur Verfügung – haben sich alle auf die Fahne geschrieben. „Das ist wichtig, damit sich die uns anvertrauten Menschen bei uns wohl fühlen“, sagen Terschanski und Große. Außerdem möchten sie möglichst die Selbstständigkeit der Bewohner fördern. Dazu gehört zum Beispiel deren Beteiligung an der Speiseplanung, eine optimierte Versorgung mit Speisen rund um die Uhr und ein Funksystem für demenziell erkrankte Bewohner, das Pflegekräfte beim Verlassen des Hauses alarmiert. Verlässlicher Partner will das Sieveking-Team für Bewohner und Angehörige sein. „Nicht zu vergessen die unersetzliche Hilfe durch die 40 Ehrenamtler im Haus“, unterstreicht Udo Terschanski. Sorge bereitet ihm der Mangel an Fachkräften. Fehlende Anerkennung des Pflegedienstes in der Gesellschaft macht der Experte dafür verantwortlich. „Und auch die Bezahlung ist zu gering“, fügt Sabine Große hinzu. Die körperlich wie auch seelische Belastungen seien groß. Um so höher sei die sehr gute Benotung, die sich auch im Rahmen der Bewohnerbefragung widerspiegelt, zu bewerten, heben beide nochmals die Teamleistung hervor.

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