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Altstadt wird zur Baustelle - am Montag geht's los

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In drei Straßen werden Enervie Vernetzt und SELH im Vorfeld der Altstadtsanierung tätig.

Lüdenscheid -  Der Auftakt zur Neugestaltung der Altstadt beginnt unter der Erde: Am Montag ist  Auftakt mit dem ersten Bauabschnitt in der Herzogstraße/Ecke Marienstraße. 

Mit Tiefbauarbeiten zur Erneuerung von Gas- und Wasserleitungen sowie dem Neubau und der Umbindung von Hausanschlüssen und in der Folge einem neuen Kanal eröffnen Enervie Vernetzt und der Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid Herscheid (SELH) die Baustellenzeit in drei Straßen und drei Bauabschnitten.

Im Zuge dessen wird der SELH ebendort Kanalschachtsanierungen durchführen. Bis Ende Mai arbeitet man sich bis zum Graf-Engelbert-Platz vor. Zu dem Zweck müsse die Tiefbaufirma auch einen Graben ausheben, weist man auf Beeinträchtigungen hin. 

Man habe sich, so betont Rainer Schmalenbach vom SELH, mit den Gastronomen abgestimmt, die natürlich Sorge um ihr Freiluftgeschäft hätten. Deshalb beginne man in diesem Bereich. Der zweite Bauabschnitt umfasst von Anfang Juni bis voraussichtlich Ende Juli die Erneuerung der Gas- und Wasser-Hauptversorgungsleitungen in der Ringmauerstraße (Ecke Wilhelmstraße bis Ecke Marienstraße). Im Anschluss würden die Hausanschlüsse erneuert bzw. umgebunden.

Dieser Arbeitsabschnitt betrifft die Planung des Graf-Engelbert-Festes am 26. Juli, sagt Sigrid Schroeder. „Wir werden unser Fest weiter feiern“, bekräftigt die Vorsitzende des Altstadt-Vereins „Die Altstädter“. „Wir wollen es nicht ausfallen lassen.“ Denn dann bestünde die Gefahr, dass sich die Aussteller und Akteure umorientierten. Also: Bauarbeiten und Bogenschützen – „Wir müssen uns halt arrangieren.“

Das gilt auch für die Nutzung des Graf-Engelbert-Platzes. Der soll, zumindest zeitweise, als kleiner, umzäunter Lagerplatz für Baumaterial genutzt werden. Zwei weitere Flächen in der Altstadt (an der Turmstraße und an der Ringmauerstraße) sind ebenfalls zur Lagerung von Material wie zum Beispiel Rohren vorgesehen. "Zum Altstadtfest wird der Engelbert-Platz geräumt", sagte Andreas Klocke von Enervie Vernetzt bei einer Infoveranstaltung am Donnerstag allerdings zu.

Grundsätzlich sei der Platz in der Altstadt etwa zur Lagerung des in der Kanaltrasse aufgenommenen Pflasters sehr begrenzt, weiß Rainer Schmalenbach, beim SELH Sachgebietsleiter Kanalbau und -planung. Die Sorge, dass die Pflastersteine durch mehrfaches Auf- und Abladen zerbrechen könnten, ist da.

Die Pflastersteine sollen bekanntlich zwecks Kostenersparnis wiederverwendet werden. Ein Weg aus abgeschliffenem Altpflaster soll Barrierefreiheit schaffen. Der dritte Bauabschnitt betrifft die Schemperstraße (Anfang August bis Ende September).

Verkehrsbehinderungen seien werktags nicht zu vermeiden, werben die Unternehmen um Verständnis. Man sei aber bemüht, den Zugang „so gut wie möglich“ aufrechtzuerhalten. Mit einer Service-Telefonnummer (0 23 51/56 75-212 10, mo-fr 8 bis 16 Uhr) und einer E-Mail-Adresse (baumassnahme@enervie-vernetzt.de) möchten Enervie Vernetzt und SELH auf Fragen, Anregungen und Kritik reagieren.

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