IHK Altstadt: Wilhelmstraße teurer, Einsparungen höher

Blick in die Altstadt – hier die Corneliusstraße

Lüdenscheid - Kurz vor der Fertigstellung des Förderantrags für das Integrierte Handlungskonzept (IHK) Altstadt, musste noch einmal schwer gerechnet werden im Rathaus. Gut eine Million Euro teurer wird die Aufwertung der Wilhelmstraße, da für die Maßnahme keine Anliegerbeiträge erhoben werden können.

Davon war aber in der Kostenschätzung im Januar noch ausgegangen worden, die ein reduziertes Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro für das IHK vorsah. Dabei ist es auch geblieben, denn durch Einsparungen – unter anderem beim Architekturwettbewerb für den Neubau der Musikschule und einem Teil der VHS am Staberg, bei investitionsbegleitenden Sozialprojekten, der Aufwertung des Spielplatzes an der Luisenstraße und dem Fassaden- und Hofflächenprogramm – stehen die 20 Millionen Euro nach wie vor.

Stadtplaner Martin Bärwolf stellte die aktuellen Positionen vor: „Die Entwicklungen laufen so schnell, dass es manchmal Mühe macht, Schritt zu halten. Außerdem ist der Abstimmungsaufwand hoch.“ Neben den Rahmenbedingungen habe sich auch der Zeitplan geändert. Am Freitag kommenden Woche, also am 6. März, müsse der überarbeitete Förderantrag zum RP nach Arnsberg geschickt werden, vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien.

Im Rat am Montag wird das am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt präsentierte IHK-Zahlenmodell nochmals präsentiert, danach in eine Beschlussfassung gegossen, die dann über den Planungs- und Umweltausschuss am 25. März und schließlich im Rat am 20, April auch mit den notwendigen politischen Mehrheiten verabschiedet werden muss.

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„Nach der Ersteinschätzung des RP ist gegen unseren Förderantrag – vorbehaltlich der rechtlichen Prüfungen – nichts einzuwenden“, erklärte Martin Bärwolf, der zudem betonte: „In den ersten Jahren werden wir kaum Geld ausgeben, denn wenn nach dem Sommer die 20 Millionen Euro genehmigt sind, muss jede Maßnahme extra beantragt werden.“ Das Land erwarte eine jeweilige Kostenschätzung, die dann geprüft werde. Im Herbst eiens Jahres könne dann jeweils mit den Bewilligungsbescheiden gerechnet werden. Erst danach könne man die Vergabe der Aufträge durchführen und schließlich das Projekt umsetzen. Mit dem Neubau am Staberg sei somit erst 2019 zu rechnen.

Die großen Investitionstätigkeiten wolle man auf zwei Jahre zusammenfassen, um – gerade im Interesse der Geschäftsleute – nicht jahrelang eine Baustelle in der Stadt zu haben. Der städtische Eigenanteil von vier Millionen Euro schlage dann in den zwei Jahren durch. Vorher und nachher sei die finanzielle Belastung dann nicht ganz so schlimm. „Wir wollen ein durchdachtes Konzept anbieten“, unterstrich Bärwolf.

Von Martin Messy

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