Digitale Präsentation noch offen

Viele Ideen und Anregungen gab es in der gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Kulturausschusses zu den kultur- und bildungspolitischen Zielen im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts Altstadt.

Lüdenscheid  - Die von Berater Reinhart Richter vorgelegten kultur- und bildungspolitischen Ziele im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes Altstadt sollen als Grundlage für weitere Diskussionen dienen. Davon machten die Mitglieder des Schul- und des Kulturausschusses am Dienstag auch gleich Gebrauch. Jens Voß (SPD) regte an, für die Finanzierung verschiedener Vorhaben auch Mäzene aus der Wirtschaft mit ins Boot zu holen – „so wie das früher war“.

Die Erstellung eines elektronischen Informationssystems speziell für das Konzept, die Umsetzung und die Weiterentwicklung sei beim Kulturmanager richtig angesiedelt, fand CDU-Bürgermeisterkandidat Björn Weiß. Die nicht unerheblichen Kosten von bis zu 30 000 Euro stießen angesichts der städtischen Haushaltslage allerdings auf Vorbehalte. Reinhart Richter schlug vor, bei einer Beauftragung eventuell den Märkischen Kreis mit einzubeziehen. „Dann kommen vielleicht mehrere Kommunen zusammen, die sich die Kosten teilen könnten.“ Möglich sei es auch, kulturaffine Werbung zu akquirieren und Sponsoren zu finden. Die digitale Präsentation sei aber unerlässlich, betonte Michael Thomas-Lienkämper (Die Linke), denn „wir wollen ja auch junge Leute erreichen“. Portale dieser Art seien gar nicht mehr so aktuell, meinte Fabian Ferber (SPD) und würden schon abgelöst durch soziale Netzwerke wie Facebook. Außerdem erfordere ein Portal ständige Pflege durch entsprechendes Personal. Über die Umsetzung in diesem Bereich ist jedenfalls das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Von herausragender Bedeutung sei es, den Dialog zwischen Schulen und Kultureinrichtungen zu intensivieren. Dazu sollten sich Schulleiter und die Leiter der Kultureinrichtungen ein Mal im Jahr treffen, schlug Norbert Adam (CDU) vor. Anette Schwarz (FDP) mahnte an, den bürokratischen Aufwand für Eltern zu reduzieren, die Anträge nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz stellten. Das gehe unter Mithilfe der Schulsozialarbeiter, sagte Rolf Breucker (SPD). „Die Vorschriften aber kommen vom Bund.“ Ulrich Noetzlin (SPD) nahm die Schulen in die Pflicht, sich in diesen Fällen zu kümmern.

Außerdem wollen die Politiker dafür sorgen, alle Kulturschaffenden an einen Tisch zu bringen. -von Martin Messy

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