IHK Altstadt: „Nichts in Stein gemeißelt“

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V.r.: Bürgermeister Dzewas, Gudrun Abendroth (ZGW-Objektservice) und ZGW-Leiter Frank Kuschmirtz nahmen zur bisherigen IHK-Entwicklung und zum Stand der Dinge Stellung.

Lüdenscheid - „Ich bin sehr enttäuscht über die Resonanz“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas nach einem Blick auf die eher überschaubare Runde derer, die sich im Ratssaal zum Infogespräch über das IHK Altstadt eingefunden hatte. Und: „Ich sehe bis auf drei oder vier niemanden von denen, die eine größere Bürgerbeteiligung gefordert haben.“

Wer gekommen war, erhielt einen Überblick über den Sachstand und den Weg dorthin, und er konnte Anregungen geben. Nachdem das Kulturhaus nun doch keine VHS-Seminarräume aufnehmen soll, fand die Aussicht auf ein zu dem Zweck umgebautes Musikschulgebäude zumindest unter den Anwesenden einhellige Zustimmung.

„Nichts ist jemals in Stein gemeißelt“, meinte der Bürgermeister aber auch ausdrücklich mit Blick auf die das Jahr über geführte Debatte um den besten Weg. Dass das wohl auch zumindest in Teilen für den derzeit aktuellen Stand gelten muss, nahmen die Zuhörer ebenfalls mit nach Hause. Denn: „Die Prioritäten in der Stadtverwaltung haben eine ganz andere Dynamik entwickelt“, sagte Dieter Dzewas angesichts der Flüchtlinge und der fast täglich neuen Herausforderungen für die Stadt. Man sei heute vorrangig damit beschäftigt, Obdachlosigkeit abzuwenden. Dabei gerate man auch personell an Grenzen.

Besonderes Augenmerk in der Altstadt-Diskussion liege auf den Förderzuschüssen, hieß es. Lieber konzentriert in der alten Hülle verbessern als neu bauen, laute die Devise bei den Gesprächspartnern in der Bezirksregierung. Und wenn neu gebaut werden solle – etwa die Musikschule am Staberg – so müsse das so klein wie möglich erfolgen. Sofern Fördergelder bereits zugesagt seien, hoffe man auf Bestand der Zusage; möglich sei aber auch, dass sich bei der Landesregierung nun Prioritäten verschöben.

Gudrun Abendroth vom ZGW stellte die Alte-Post-Umbaupläne vor, die alle Anforderungen an barrierearme VHS-Seminarräume erfüllen könnten – inklusive einer weiterhin „öffentlichen“ Nutzung des Kammermusiksaals. Das Konzept nahm Dr. Arnhild Scholten vom Geschichts- und Heimatverein „mit großer Erleichterung“ auf. Ehemann Rolf hingegen kritisierte den Umgang mit dem als Versammlungsraum gesperrten Markt – dem „Herzen“ – der Bücherei. Hier müsse eine Wiedereröffnung geprüft werden, forderte der Freund der Stadtbücherei.

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