Altstadt: CDU fordert Regeln statt Taxi-Verbot

Corneliusstraße-Wilhelmstraße: Hier soll es künftig nur noch für Rettungswagen freie Fahrt geben, fordert die CDU.

LÜDENSCHEID ▪ Taxen in der Oberstadt wieder zuzulassen, aber unter strengen Regeln: Das will CDU-Ratsherr Rüdiger Wilde in der öffentlichen Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am Mittwoch erreichen.

Denn in Notfällen könnten Patienten nach dem Taxi-Verbot nur noch in Krankenwagen abtransportiert werden – und das gelte auch retour, so Wilde. Den Gastronomen in Schweijk oder Spieß, bei Pretz, Il Mio, der Galerie oder im Kleinen Prinzen würden wegen fehlender Anfahrtmöglichkeiten Familienfeste abgesagt, bei Schnee drohe Fußgängern Sturzgefahr.

Das Taxi-Verbot in der Altstadt soll daher neuen Regelungen weichen. So soll das Queren der Wilhelmstraße zwischen Hochstraße und Corneliusstraße nur noch für Rettungswagen erlaubt sein – alle anderen Fahrzeugführer sollen vor den Steckpollern stehen. Die Poller seien gegen das Herausziehen durch Taxi- und Lieferwagen zu sichern. Bei Zuwiderhandlungen soll es laut Wilde ein „wirksames Altstadtverbot“ geben.

Auch der Graf-Engelbert-Platz und die Alte Rathausstraße seien in die Tabuzone einzubeziehen, die Zufahrt zur Altstadt soll allein über die Neugasse erfolgen. Und: Von Herzog- bis Marienstraße soll Einbahnverkehr gelten, eine Taxenzufahrt über die Hochstraße in die Wilhelmstraße sei auszuschließen. Zu Wildes Antrag zählt auch, dass Privatverkehr mit Anwohnerausweis oder für Ladebetrieb sowie die An- und Abfahrt mit Behindertenausweisen möglich bleiben soll. Bis auf die Behindertenplätze soll aber ein generelles Parkverbot in der Altstadt gelten.

Wilde hatte sich, wie berichtet, zuletzt mit Geschäftsleuten und Gastronomen aus der Oberstadt getroffen, um Probleme zu erörtern.

Laut Wilde soll die Wilhelmstraße nicht länger als schiere Abkürzung für Taxen dienen. Zumal Droschker, Lieferanten und Anwohner die Poller nach dem Herausziehen gern liegen ließen und so den Weg für jedweden „Schleichverkehr“ freimachten. Anwohner berichteten den LN vor Ort aber auch von ähnlichem Verhalten mancher STL-Fahrer. Sie würden sich auf Knopfdruck versenkbare Poller wünschen.

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