Altstadt bietet gute Basis für neue Werbesatzung

LÜDENSCHEID ▪ Die guten Erfahrungen mit der Gestaltungssatzung für die Altstadt sind Basis für den nächsten Schritt: die „Werbesatzung Sternplatz“. Knallbunte und großformatige Werbetafeln, die die Hausfassaden dominieren oder Eingangsbereiche, die mit dem Stil des Gebäudes überhaupt nichts mehr zu tun haben – das sind optische Missgriffe, die die Stadt nach und nach korrigieren will.

Die im Rathaus für die Innenstadtgestaltung verantwortliche Planerin Dagmar Däumer verzeichnet nach zahlreichen Gesprächen mit Hausbesitzern und Geschäftsleuten „erste Erfolge“, wie sie sagt. Weil „bauliche Anlagen“ einem ständigen Wandel unterworfen seien, fänden sich unter den realisierten Beispielen viele Werbeanlagen.

Bei einem Antrag auf Änderung des Erscheinungsbildes setzt die Beratung ein. Die Folge: dezente Gestaltung von Schriftzügen, Entfernung von Schaufensterfolien, Umgestaltung von Eingängen oder Neuanstrich von Hausfassaden – sei es bei „Netto“ in der Oberstadt oder „Unitymedia“ an der Wilhelmstraße oder auch dem Restaurant „Cicero’s“ an der Friedrichstraße, das zwar nicht im Gültigkeitsbereich der Satzung für Altstadt oder Sternplatz liege, aber ein gelungenes Beispiel für zurückhaltende Außenwerbung darstelle.

Nach den Erfahrungen der Planerin sind die Investitionssummen für die satzungsgemäße Gestaltung „noch nicht hoch“. Ihre Tätigkeit sei eine Arbeit der kleinen Schritte. Einerseits zeige sich in Gesprächen ein „hoher Beratungsbedarf“, andererseits seien die Reaktionen der Hausbesitzer oder Ladenbetreiber „größtenteils sehr positiv“, so Dagmar Däumer. Ihr Fazit: „Bei den meisten Nutzern ist das Verständnis für die Inhalte der Satzung vorhanden.“

Nachdem sich das Bild rund um Rathaus- und Sternplatz in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt hat, soll nun auch die dort gültige Werbesatzung von 1997 überarbeitet werden – „damit ein geschlossenes Erscheinungsbild der städtischen Plätze“ dazu beiträgt, „ein in sich ruhiges und stimmiges Stadtbild zu bieten“.

Olaf Moos

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