Alter Sportplatz im MK

Nur keine Neubauten - SPD sucht mit Nachbarn Ideen

Der alte Sportplatz an der Höh wird seit Jahren nicht mehr genutzt. Spaziergänger haben einen Trampelpfad mittendurch geschaffen.
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Der alte Sportplatz an der Höh wird seit Jahren nicht mehr genutzt. Spaziergänger haben einen Trampelpfad mittendurch geschaffen.

Langsam aber sicher wird aus dem alten Sportplatz an der Höh ein Birkenwäldchen. Die Natur erobert sich das Gelände seit Jahren zurück. Das ist im Prinzip nicht falsch, finden die SPD-Frontmänner Gordan Dudas und Jens Voß. Aber es sollte geplant und gezielt passieren.

Lüdenscheid - „Die Menschen hier wünschen sich etwas Schönes. Etwas Niederschwelliges, das der Naherholung im Stadtteil dient.“ Das sei das Ergebnis einer Ortsbegehung mit Bürgern seines Wahlkreises gewesen, erinnert sich Dudas. Geplant habe man im Anschluss eigentlich eine größere Veranstaltung zur Ideenfindung mit allen Interessierten aus allen Stadtteilen: „Doch dann kam Corona, und die Veranstaltung ist leider geplatzt. Jetzt sehen wir Licht am Ende des Tunnels.“ Deshalb soll das Thema wieder auf die Tagesordnung, obwohl die ursprünglichen Pläne für das Areal noch längst nicht offiziell vom Tisch sind.

Denn eigentlich, so wissen die SPD-Vertreter noch genau, habe der Rat hier Bauland ausgewiesen – für Einfamilien- und Reihenhäuser. Doch weitere Erkundungen hätten ergeben, so Dudas, dass die Erschließung des hinter der Bebauung der Herscheider Landstraße liegenden Geländes „etwas problematisch“ sei. Insbesondere Straßen.NRW sehe Probleme im Kreuzungsbereich, wenn der Verkehr über die schmale Zufahrt zunehmen würde. Eine andere Möglichkeit der Erschließung sehen Dudas und Voß nicht.

Birken-Fußballfeld

Im vergangenen Jahr wurde nun das nicht mehr sanierungsfähige ehemalige Umkleide- und Wohngebäude vor dem Sportplatz abgerissen. Der Bereich ist immer noch abgezäunt. Das ehemalige Kassenhäuschen steht aber noch, auch wenn es verrammelt und mittlerweile Abladestelle für Müllsäcke geworden ist. Mitten durchs Birken-Fußballfeld führt ein Trampelpfad, die Tore sind längst zugewuchert – Sinnbild vergangenen Sportvergnügens.

Wie künftiges Sportvergnügen auf der Höhe der Zeit aussehen könnte, auch dazu haben Dudas und Voß erste Ideen. Der Rundweg um den Höher Kopf, so stellt es sich Jens Voß vor, könnte sogar rollatorgängig werden. Zwischendurch könnte man Trimmstationen für Erwachsene vorsehen. Auch für Kinder soll es Spielanreize geben. Was denkbar, was machbar, was finanzierbar wäre – darin sehen die beiden die nächsten Schritte. Nur an eines sei „ganz sicher nicht“ gedacht, betont Dudas: eine Familien- und Grillwiese. Zu schlecht sind Erfahrungen mit gelegentlichem Partygeschehen auf dem Gelände.

„Sollte der Vorstoß auf Interesse stoßen, wäre es schön, wenn sich die Stadtverwaltung den Hut aufsetzte“, findet Gordan Dudas. Natürlich sei eine Umwidmung des Geländes Voraussetzung, räumt Jens Voß ein: „Aber andere Fraktionen sind sehr herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.“ Ebenso wie die Bürger „von 12 bis 70“, auf deren Ideen und Bereitschaft zur Mitwirkung man setzt. „Es ist kein SPD-Projekt“, betonen beide: „Es soll sich offen entwickeln.“

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