Altenaer lügt aus Angst vor Mutter und Polizei

LÜDENSCHEID – Erst beschädigt er Mamas Wagen, dann lügt er der Polizei die Taschen voll. Die Angst vor der Mutter, gepaart mit der Angst vor einer Strafe, ließen einen Elftklässler gleich doppelt straffällig werden. Gestern musste sich der 19-Jährige wegen Unfallflucht und Vortäuschens einer Straftat vor dem Amtsgericht Altena verantworten. Der Tag endete mit einem Freizeitarrest und einem dreimonatigen Fahrverbot.

In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember vergangenen Jahres war der junge Mann mit dem Wagen seiner Mutter auf der Lüdenscheider Straße in Altena unterwegs gewesen. Irgendwann zwischen 23 und 4 Uhr hatte er versehentlich ein fremdes Fahrzeug berührt, welches an der Straße geparkt hatte. Für den Schüller eine Katastrophe. Ohne sich um den Unfall zu kümmern, hatte er seine Fahrt fortgesetzt. Um den Vorfall zu vertuschen, war er kurzentschlossen zur Polizeiwache nach Lüdenscheid gefahren, um hier die Fakten ein wenig zu seinen Gunsten zu verdrehen. Denn: Sein größter Wunsch ist es, eine Ausbildung bei der Polizei zu machen. So erklärte er gegenüber den Beamten, ein anderer sei ihm in der Bahnhofsallee in Lüdenscheid in den Wagen gefahren und dann geflohen.

Zum Leidwesen des 19-Jährigen war sein nicht besonders gut gedachter Plan jedoch schnell aufgeflogen.

Gestern zeigte sich der Schüler geständig und voller Reue: „Wenn ich gesagt hätte, ich war das, hätte ich wahrscheinlich schon ein großes Gewitter erlebt. Es war unüberlegt und blöd von mir.“ Das „Gewitter“ wird ihm jetzt wohl auch nicht erspart geblieben sein. Neben der Strafe muss er nun auch noch für den entstandenen Schaden von knapp 3500 Euro aufkommen.

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